Grenchen
Der Startschuss für ein neues SWG-Gebäude in Grenchen ist erfolgt

Die SWG plant im Brühl ihr neues Betriebsgebäude – das Alte wird bereits in diesen Tagen abgerissen. Auch die Gaskugel kommt weg. Bis jedoch allerdings alles unter einem Dach ist soll es noch zwei Jahre dauern.

Oliver Menge
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Das Gelände im Brühl, auf dem die SWG ein neues Betriebsgebäude bauen wird, die alten Gebäude und dann auch die Gaskugel (rechts) werden in den nächsten Tagen abgerissen.

Das Gelände im Brühl, auf dem die SWG ein neues Betriebsgebäude bauen wird, die alten Gebäude und dann auch die Gaskugel (rechts) werden in den nächsten Tagen abgerissen.

Oliver Menge

Auf der Baudirektion liegen die Pläne des neuen Betriebsgebäudes der SWG seit Ende März auf. Die Bagger auf dem Brühl-Areal südlich der Bahngeleise beim Bahnhof Süd sind bereits aufgefahren und in Aktion. Derzeit finden Demontagearbeiten statt, und in wenigen Tagen geht's ans Eingemachte: Das alte Betriebsgebäude der SWG und zwei weitere Gebäude werden abgerissen. Auch die Gaskugel, das ehemalige Wahrzeichen der SWG, kommt weg. Stehen bleibt vorerst nur das Gebäude mit der Gasannahmestation, bis die neue Reduzierstation im Bucheggberg fertiggestellt und Grenchen an die neue Erdgaseinspeisung angeschlossen ist.

«Alles andere als ideal»

«Die SWG beschäftigt derzeit 55 Mitarbeitende. Diese an zwei Standorten zu beschäftigen, ist alles andere als ideal», erklärt Geschäftsleiter Per Just. Die Administration, die momentan noch im Gebäude Ecke Marktplatz / Schild-Rust-Strasse zu Hause ist, soll zusammen mit den Monteuren und dem Werkhof ins neue Domizil umziehen. Diese sind für zwei Jahre - die Dauer des Neubaus - in einem Gebäude an der Weinbergstrasse untergebracht. «Den Umzug von der Brühlstrasse an die Weinbergstrasse realisierten wir zwischen Dezember 2012 und Februar 2013, unsere Mitarbeiter haben das meisterlich hingekriegt.»

Baubeginn im Spätherbst

Bis es allerdings so weit ist, dass alle unter einem Dach zu finden sind, dauert es noch gut zwei Jahre, so Just. Der Einzug ins neue Betriebsgebäude ist für Januar / Februar 2015 geplant. Das neue Gebäude, ein dreistöckiger Bau mit einer Grundfläche von rund 1300 Quadratmetern und einem Volumen von über 21 000 Kubikmetern, bietet Platz, um die aktuellen und auch zukünftigen Bedürfnisse der SWG zu befriedigen. «Wir möchten im Spätherbst mit der Fundation beginnen, denn wir rechnen mit einem schwierigen Untergrund, wie man ja bereits beim Bau des nicht weit entfernten Velodromes erfahren musste», erklärt Just. Ausserdem hat man Altlasten im Boden, wie sie bei jedem ehemaligen Gaswerk zu finden sind, die man zuerst beseitigen muss. Im Untergeschoss des neuen Gebäudes wird nebst einer Einstellhalle mit Parkplätzen das Unterwerk Strom hinkommen, das sich momentan noch westlich des alten Hauptgebäudes befindet und, über das die Stadt mit Strom versorgt wird.

Die Werkstatt mit Magazin sowie der Empfang mit der zugehörigen Administration wird ins Erdgeschoss kommen, zwei der drei Obergeschosse sind für Büros der SWG vorgesehen, der dritte Stock ist vorerst als Reserve geplant. Neben dem Gebäude wird es eine Anzahl Parkplätze geben.

Schulterschluss mit Investor

«Der Teil, den wir für den Neubau benötigen, wird abparzelliert», erklärt Just. Denn auf dem grossflächigen Teil des frei werdenden Geländes ist eine grössere Überbauung in Planung. «Wir haben bereits einen Investor gefunden, der aber noch nicht genannt werden will.» Dieser will laut Just zwei grössere und rund vier kleinere Mehrfamilienhäuser dort bauen. «Wir haben bereits verschiedene Dinge vorbesprochen, so ist zum Beispiel angedacht, dass wir die Gebäude mit unserer Abwärme versorgen. Folglich planen wir ein Blockheizkraftwerk.»
Auf dem Dach - wie könnte es anders sein - plant die SWG eine grosse Photovoltaikanlage. «Der Bau ist mit seiner Nord-Süd-Ausrichtung geradezu ideal positioniert dafür», so Just.
Und doch ziehen nicht alle SWG-Mitarbeitenden ins Brühl: Um im Zentrum präsent zu bleiben und eine Anlaufstelle für die Kundschaft zu haben, ist man momentan in Diskussion mit dem BGU, dessen Verkaufspunkt in der «Titanic» zu teilen.

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