Pünktlich einen Tag vor dem offiziellen Chlausentag wurden von der Eusebiuskirche aus die Samichläuse hinaus zu den Grenchner Familien gesendet. Die prächtige Eusebiuskirche war fast bis auf den letzten Platz besetzt, als die sieben Samichläuse und ihre Diener feierlich einmarschierten. Viele Kinder waren offensichtlich jetzt schon sehr nervös, denn sie hatten sich speziell auf diesen Augenblick vorbereitet und ein Verslein auswendig gelernt, das sie dem Samichlaus vortragen wollten.

Theo Heiri, der den Anlass moderierte, stellte dem Anführer der Chläuse ein paar Fragen, denn er hatte bei einem Besuch bei ihm einen Koffer mit Ersatzkleidern gefunden und mitgenommen. So erfuhren die Kinder zusammen mit ihren Eltern, Grosseltern, Onkel, Tanten, Göttis und Gotten, dass der echte Samichlaus, der heilige Nikolaus, vor rund 1600 Jahren in der Türkei lebte und allen Freude brachte und nur Gutes tat – so wie die Grenchner Samichläuse noch heute. Die Teile seines Gewands haben spezielle Namen: Der «Hut mit Loch» heisst die Mitra, das Halstuch Stola, den Umhang nennt man Pluviale und die Kordel, um «den Bauch zusammenzuhalten» nenne man Zingulum.

«Besonders freue ich mich auf die vielen Kinder und die stolzen Eltern, wenn ich die Familien besuche», meinte der Oberchlaus. Und besonders freue er sich über Kinder, die auch ohne Zutun und Vorschriften ihrer Eltern ihre Hausaufgaben machten oder ein Instrument spielten. Musikalisch wurde die Feier wie alle Jahre von einer dritten und einer vierten Klasse des Eichholz-Schulhauses mit St.-Nikolaus-Liedern untermalt, musikalisch begleitet wurden die Kinder von Carine Amato am Keyboard.

Dann waren die Kinder gefragt: Einzeln oder im Duett trugen sie dem Samichlaus ihre Verse vor und erhielten viel Applaus des Publikums.

Heute besuchen die sieben Samichläuse rund 120 Familien. Bei den Vorbereitungen waren 80 Helfer im Einsatz – sie füllten rund 500 Säcklein.