Flohmarkt
Der Regen vermiest den Spass am Stöbern

Ein Flohmarkt, auch Trödelmarkt, ist im ursprünglichen Sinne ein Markt, auf dem gebrauchte Gegenstände frei vom Erwerbsdruck von privaten Personen angeboten werden. So auch in Grenchen.

Kaspar Haupt
Merken
Drucken
Teilen
Der Flohmarkt in Grenchen war diesmal eine nasse Angelegenheit.

Der Flohmarkt in Grenchen war diesmal eine nasse Angelegenheit.

Seinen Namen verdankt der Flohmarkt spätmittelalterlichen Kleidergaben hoher Herrschaften. Einmal dem Volk überlassen, wurde mit diesen Kleidungsstücken gehandelt. Dabei wechselte auch oft der eine oder andere Floh den Wirt.

Die Flohmärkte sind kommerziell verbreitet und können sich auch als dienliches Umfeld für alltagskulturelle Bildung erweisen.

Denn Medien, insbesondere Bücher, Zeitschriften oder auch Tonträger, die nicht mehr im Handel beziehungsweise nur selten erhältlich sind, sind auf Flohmärkten eher zu finden.

Flohmarkt statt Schmelzifestes

Anstelle des früheren Schmelzifestes organisiert nun die Stiftung Schmelzi Grenchen in dritter Folge den Flohmarkt. Als fester Termin ist jeweils das erste Septemberwochenende vorgesehen.

Da sich die Stiftung heute für psychologisch betreute Menschen in schwierigen Lebenssituationen einsetzt, kommt dem Anlass auch eine soziale Bedeutung zu, fliessen die Standgebühren doch in die Stiftung.

«Zudem ist der Flohmarkt für uns auch eine Öffentlichkeitsarbeit, und viele Leute lernen unsere Institution kennen. Leider spielt uns das Wetter einen Streich», sagte Pascal Kohler, der mit im OK tätig ist.

Trotz Regen 65 Stände

Doch trotz des Regens boten immerhin 65 Standbetreiber auf dem Markt- und Zytplatz ihre Waren feil. Leider liess das Wetter kein echtes Ambiente aufkommen, denn der Anlass der Stiftung Schmelzi bietet die besonderen Merkmale eines Flohmarktes, weil aus der Sicht der Besucher der private Charakter des Handels gefällt.

Denn beim Verkauf durch Privatpersonen besteht so auch die Möglichkeit des Feilschens, und auch oft ist die Suche nach einer Trouvaille erfolgreich.

Wenig zu tun hatte man am Schminkstand, und die Steelband versuchte vergeblich, den Regen zu vertreiben. Schutz vor dem Regen bot unter anderem die vom FC Grenchen geführte Festwirtschaft.