Grenchen

Der Orient zieht in die Centro Lounge ein

Das Wirtepaar freut sich auf die ersten Gäste.

Das Wirtepaar freut sich auf die ersten Gäste.

Murat Polat und Semra Aagdas bringen frischen Wind in die Grenchner Gastroszene. In der «Centro Lounge» möchten sie orientalisches Essen anbieten und auch Events durchführen.

Am Samstagabend ab 20 Uhr feiert die «Centro Lounge» Eröffnung. Die Gastronomen Murat Polat und Semra Aagdas möchten mit ihrem Lokal, das unter der Woche mittags orientalisches Essen anbietet und abends als Ausgangsmöglichkeit dient, frischen Wind in die Gastro- und Ausgehszene Grenchens bringen.

Wer das vorherige Lokal im Centro schon mal besucht hat, wird das jetzige wohl kaum mehr wiedererkennen. Polat und Aagdas haben den Schankraum gänzlich neu gestaltet. Das Lokal wurde mit türkischen Lampen, Teppichen und farbigen Sesseln wie Stühlen, die sich um Tische gruppieren, gestaltet. Das Licht ist gedämmt. Die tapezierten Wände vermitteln ein mediterranes Flair. Auch eine Raucherstube gibt es.

24 Jahre Erfahrung

Das Paar kann auf eine langjährige Erfahrung im Gastgewerbe zurückblicken. Polat stieg vor vierundzwanzig Jahren in das Metier ein. In Basel eröffnete er ein orientalisches Restaurant, das «Kellim», das es noch heute gibt. Vor zwölf Jahren zog er mit Aagdas nach Baden, wo er mit ihr zusammen ein italienisches Restaurant führte. «Schliesslich zog es uns wieder zur orientalischen Küche», erklärt Polat.

In Grenchen waren sie noch nie, doch das Lokal gefiel ihnen. Sie sind gespannt darauf, wie die Gäste reagieren werden. Auf die Frage, ob Polat mit dem Baraoca-Wirt, Mehmet Polat, verwandt sei, lacht er. «Nein, das wurde ich die letzten Tage häufig gefragt.»

Grosse vegetarische Auswahl

Dem motivierten Paar liegt frische Ware am Herzen, die sie soweit als möglich aus der Schweiz einkauft. Gewisse Produkte stammen aus der Region, so der Solothurner Wein. «Wir freuen uns auf die Gäste und hoffen vor allem auch denjenigen, die arbeiten müssen, ein gutes Lokal für die Mittagspause zu bieten», so Polat. Die Preise würden sich zwischen elf und zwanzig Franken bewegen, je nach Grösse des Tellers.

Beim Essen ist Selbstbedienung angesagt; es gibt ein Buffet. «Wir haben auch Fleischgerichte im Angebot, doch es wird sehr viel Vegetarisches geben.» Dies habe er bereits in seinem ehemaligen Lokal in Basel ausprobiert, was sehr gut angekommen sei. Ihm gefalle zudem das System des vegetarischen Restaurants Tibit’s. «Man kann es ein wenig damit vergleichen», meint er.

Kulturelle Events

Das Lokal hat von 9 Uhr bis halb 1 Uhr nachts geöffnet, am Wochenende ab 14 Uhr bis 4 Uhr früh. Das Team besteht mit Polat und Aagdas aus drei weiteren Personen. Das Paar möchte an ihre Erfahrungen in Baden anknüpfen und eine Plattform für kulturelle Events bieten. «Wir haben noch nichts Konkretes geplant, aber es könnte einmal einen Jazzabend, Salsaunterricht oder eine Märchenstunde geben», beschreibt Aagdas.

In Baden hätten sie viel mit Vereinen zusammengearbeitet und hoffen auch hier wieder auf Kontakt. «Das Schöne an diesem Beruf ist die Freude der Gäste, dann können auch wir uns freuen», findet das kurdische Paar, das in der Türkei in derselben Stadt aufgewachsen ist und sich in der Schweiz kennen gelernt hat. Für ihre Eröffnungsfeier haben sie sich etwas Spezielles ausgedacht, verraten aber nicht mehr. Bereits am Freitag findet die Eröffnung für die eingeladenen Firmen und Institutionen statt.

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