Die Anwesenden genossen die fünf Tage im Einklang mit der Natur und bestritten das vorgesehene Programm mit viel Freude. Nur das Wetter hätte besser sein können. Dieser einzige Kritikpunkt tat der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch, auch wenn das tägliche Wandern und Bräteln meist ausfiel. Ins Wasser gefallen war auch der erste Marsch, der die Gruppe von der Holzerhütte zu ihrer Unterkunft, dem Untergrenchenberg Restaurant, gebracht hätte. Nur die Ausflüge zur Windkraftanlage und zur Jurasternwarte wurden trotzdem bestritten. Dort hatten die Kinder im Alter von zehn bis zwölf Jahren einerseits die Möglichkeit, einem Vortrag über Windräder zu folgen, und andererseits ihr Wissen über die Sterne zu erweitern.

Neben diesen Exkursionen hielt sich die Gruppe beim Restaurant auf, wo sie ihre Zeit mit diversen, spannenden Tätigkeiten verbrachten. Gemeinsames Singen mit Gitarrenbegleitung und verschiedene Spiele sowie Diskussionen gehörten dazu.

Auch das Basteln und die von Marianne Brunner, der Leiterin im Bereich Kinder und Jugend, vorgelesenen Gutenachtgeschichten wollten die Kinder nicht missen. Bei Letzterem wurden ihnen Schöpfungsgeschichten anderer Kulturen nähergebracht.

Schöpfung gehört zum Alltag

Unter dem Thema Schöpfung setzte sich die Gruppe mit der Definition dieses Begriffs und der Frage nach dem Sinn des Menschendaseins auseinander. «Schöpfung gehört zum Alltag; indem ein Mensch etwas erschafft, trägt er zur Schöpfung bei», erklärte die Leiterin Marianne Brunner, die sich mit zwei Helfern und einer musikalischen Leiterin der reformierten Kirche um die Kinder des Lagers kümmerte. Diese Message wollte sie auch den Kindern weitergeben: Individuell und gemeinsam setzten diese sich mit dem Thema auseinander. Dabei schafften sie beispielsweise mit dem gleichen Material verschiedene gebastelte Objekte oder widmeten sich den Pflanzen, die seit Jahrtausenden auf der Erde wachsen.

Im kleinen Rahmen

Dass das Herbstlager im kleinen Rahmen stattfand, machte den Anwesenden nichts aus, welche sich untereinander sehr gut verstanden. Der Umstand ist daran festzumachen, dass das Lager in den Ferien und zum ersten Mal stattfand. Die reformierte Kirchgemeinde organisiert regelmässig Lager, auch für kleinere Kinder. Speziell am Herbstlager ist jedoch, dass es ausserhalb vom Zwinglihaus stattfand, in dem solche Events sonst abgehalten werden. Das Ziel war, näher bei der Natur und den Sternen zu sein. Die Erfahrung war gut: Die Kinder wünschten sich sogar ein längeres Lager und lobten das Essen des Küchenteams Untergrenchenberg.

Den Abschluss des Lagers bildet der Jugendgottesdienst heute Nachmittag um 14.00 auf dem Untergrenchenberg. Dort singen die Kinder ihre einstudierten Lieder. Sie freuen sich schon auf diesen Anlass und laden Erwachsene sowie Jugendliche zum Mitsingen ein. Ebenso werden dann ihre gebastelten Objekte ausgestellt. Das Herbstlager ist geglückt und wird voraussichtlich nächstes Jahr wieder angeboten werden.