Das Flugzeug Dewoitine D.26 HB-RAG «Stadt Grenchen» kommt definitiv «nach Hause». Nach einer intensiven Vorbereitungsphase, langer Suche nach Sponsoren und vielen Verhandlungen bringt der im vergangenen August neu gegründete Verein «Hangar 31 – Historischer Verein Luftfahrt Grenchen» den Oldtimer endgültig an den Jurasüdfuss zurück. «Dabei hat die Unterstützung durch den Lotteriefonds des Kantons Solothurn, durch die Stadt Grenchen sowie eine pragmatische und unkomplizierte Mitwirkung der Spar- und Leihkasse Bucheggberg mitgeholfen, das wertvolle Flugzeug für Grenchen zu sichern», heisst es in einer Mitteilung des Vereins. Es galt, den Betrag von 150 000 Fr. für einen Kauf der historischen Maschine aufzutreiben. Die Stadt Grenchen und der Lotteriefonds des Kantons Solothurn hatten bereits gesamthaft 36 000 Fr. zugesichert. Den Rest der Summe konnte man jetzt durch ein zinsgünstiges Bankdarlehen decken, wie Vereinspräsident Peter Brotschi bestätigt.

Morgen Landung in Grenchen

«Wenn morgen Samstag das Wetter mitspielt, ist geplant, dass Paul Misteli aus Aetigkofen, Chefpilot von Hangar 31, die Dewoitine auf dem Flugplatz Sitterdorf in der Nähe von St.  Gallen abholt», sagt Brotschi. In Sitterdorf wird Misteli, der grosse Flugerfahrung auf Oldtimern hat, vom bisherigen Piloten auf dem ehemaligen Militärflugzeug eingewiesen. Anschliessend erfolgt der Transferflug nach Grenchen, wo die Dewoitine voraussichtlich in der Mitte des Nachmittags eintreffen wird.

«Sobald die genaue Ankunftszeit bekannt ist, wird sie unter ‹Hangar 31› auf Facebook veröffentlicht», kündet Brotschi an. Am Sonntagnachmittag, 10. Mai, ist mit der Dewoitine ein Flugtraining auf dem Regionalflughafen Grenchen geplant. «Diese Angaben sind aber ohne Gewähr, da beim Fliegen immer das Wetter und die Technik eine Rolle spielt.»

Die Dewoitine D.26 HB-RAG/286 wurde 1931 bei der Eidgenössischen Konstruktionswerkstätte in Thun gebaut und stand bis 1948 bei der Schweizer Luftwaffe im Einsatz. Anschliessend diente sie auf verschiedenen Flugplätzen als Schleppflugzeug, bis 1964 in Grenchen. Nach fast 30 Jahren Dornröschenschlaf und acht Jahren Restaurierung machte sie im Jahr 2000 ihren zweiten Erstflug.