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Der IHC Grenchen hat den Ligaerhalt gesichert – die Playoffs aber verpasst

Der IHC Grenchen beendet die erste Saison nach dem Wiederaufstieg in die 1. Liga auf dem guten sechsten Platz und erreicht das vor der Saison gesetzte Ziel «Mittelfeld der Tabelle».

Rico Candrian
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Marco Dick beim Heimspiel-Dribbling gegen die Bienne Seelanders II.

Marco Dick beim Heimspiel-Dribbling gegen die Bienne Seelanders II.

Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass Grenchen nur einen einzigen Punkt hinter dem vierten Platz, und somit den Playoffs, liegt. Die Saison begann für Grenchen mit einem Mammutprogramm; in 17 Tagen musste der IHC fünf Spiele bestreiten. Diese verliefen, wie die gesamte Saison auch, mit Höhen und Tiefen.

Mit den Down Shakers Oberbipp traf Grenchen gleich am ersten Spieltag auf einen alten Bekannten aus der 2. Liga. Oberbipp hatte damals die Liga und auch Grenchen dominiert, dies sollte sich aber nicht wiederholen: Mit einer starken und soliden Leistung schlugen die Grenchner die Down Shakers mit 7:11 und holten sich gleich zum Auftakt der Saison den ersten Dreier.

In den anderen vier Spielen dieser Anfangsphase zeigte Grenchen beide seiner zwei Gesichter dieser Saison. Das eine bei den beiden Auswärtsspielen im Tessin, als nicht wirklich viel zusammenpasste und man viel zu viele Strafen nahm. Folglich verlor Grenchen beide Spiele (7:4 gegen Paradiso, 13:7 gegen Sayaluca). Das andere Gesicht zeigte der IHC in den zwei darauffolgenden Spielen gegen Langnau (8:12-Sieg) und Capolago (9:8-Sieg), als Grenchen einerseits souverän auftrat und andererseits in brenzligen Situationen die Nerven behielt und sich nicht aus der Rolle bringen liess.

Im weiteren Verlauf der Saison wechselten sich bei Grenchen Sieg und Niederlage weiter dauernd ab. Sie bewegten sich in der Tabelle immer zwischen dem dritten und dem sechsten Platz, die ganze Zeit mit guten Chancen auf die Playoffs. Das Manko der teilweise etwas schwankenden Defensive machten die Grenchner mit der Offensive wett: Sie hatten mit den Brüdern Marco und Sacha Dick den besten und den drittbesten Skorer der Liga in ihren Reihen und schossen mit 140 Toren nur sechs weniger als Oensingen, das offensiv stärkste Team.

An den Tabellen der beiden Gruppen der 1. Liga sieht man, dass sie enorm ausgeglichen sind. Jeder kann gegen jeden gewinnen, an einem guten Tag auch gegen die Teams an der Spitze der Tabelle. Triumphiert eine Mannschaft beispielsweise an einem Tag über ein höher klassiertes Team, ist es durchaus möglich, dass dieselbe Mannschaft ein paar Tage später gegen eine tiefer Klassierte verliert. So gewann Grenchen nur einmal mehr als zwei Spiele in Folge, verlor aber auch nie mehr als zweimal hintereinander. Die einzigen Teams, gegen die Grenchen in dieser Saison keinen Sieg einfahren konnte (Oensingen und Paradiso), beendeten die Qualifikation auf Platz 1 und 2.

Als es am Ende der Saison im Kampf um die Playoffplätze schliesslich ernst wurde, hielt sich Grenchen mit Siegen gegen Langnau und Biel hervorragend im Rennen. Ein Spiel vor Schluss betrug der Rückstand der Grenchner auf Platz vier nur einen mickrigen Punkt. Das viertplatzierte Capolago und auch die anderen Mitanwärter um die Playoffs verloren ihre Spiele zwar und öffneten Grenchen das Tor zu den Playoffs. Doch der IHC kassierte in einem unglücklichen Auswärtsspiel ebenfalls eine bittere Niederlage und verpasst somit haarscharf die sofortige Playoffqualifikation.

Matthias Marti, Präsident des IHC Grenchen, zeigt sich zuversichtlich: «Es ist schade, dass es nicht ganz gereicht hat. Wir haben aber unser Saisonziel erreicht und den Ligaerhalt gesichert, was schlussendlich das Wichtigste ist. Wenn wir nächstes Jahr clever spielen, können wir aber sicher die Playoffs anpeilen!»