Kein Grosseinsatz erwartet

Der Grenchner Werkhof ist bereit für den Schnee

Werkhofleiter Gerhard Kirchhofer vor einem Haufen Salz, der für etlicheSpaghettitöpfe reichen würde – ganze 400 Tonnen.

Werkhofleiter Gerhard Kirchhofer vor einem Haufen Salz, der für etlicheSpaghettitöpfe reichen würde – ganze 400 Tonnen.

Die Mitarbeitenden und ihr Leiter stehen «Pflug und Schaufel bei Fuss». 16 bis 32 Mitarbeitende sind je nach Schneefall damit beschäftigt, Strassen, Trottoirs und Fussgängerüberführungen freizuräumen.

«Wir sind bereit für den Schnee», sagt Gerhard Kirchhofer, der Leiter des Werkhofs Grenchen. Nach einem bisher sehr harmlos verlaufenen Winter kommt er also doch, der Schnee. Und Grenchens Strassen müssen in dem Fall schwarzgeräumt werden. Konkret sind das: 5,9 Kilometer Staatsstrassen, 7,9 Kilometer Trottoirs an Staatsstrassen, 69,3 Kilometer Gemeindestrassen mit 50 Kilometer Trottoirs, 2,6 Kilometer Rad- und Fusswege sowie 36,3 Kilometer Gemeinde-/Naturstrassen, die man allerdings nur zum Teil räumen muss.

Aber 2900 Einlaufschächte müssen freigeschaufelt werden. «Je nach Schneefall sind 16 bis 32 Mitarbeitende damit beschäftigt, die Strassen, Trottoirs und Fussgängerüberführungen freizuräumen.»

Aber der Werkhofleiter rechnet nicht mit einem Grosseinsatz in den nächsten Tagen. Denn er hat Infos aus erster Hand: «Donnerstag um 12.30 Uhr beginnt es zu schneien. Bis Freitag morgen kommen zwischen 3 und 6 Zentimeter Schnee zusammen.» Die genauen Angaben erhält Kirchhofer von Bernhard Eicher, dem Grenchner Meteorologen, der schon Kirchhofers Vorgänger Rudolf Winzenried mit den aktuellsten Daten und Schneemengen belieferte. Samstag und Sonntag sollen laut Eichers Prognose nochmals zwischen 5 und 10 Zentimeter dazukommen.

11 Fahrzeuge des Werkhofs werden eingesetzt, dazu kommen vier Landwirte und ein Transportunternehmer, die von Kirchhofer bei Bedarf aufgeboten werden können und mit ihren Traktoren und Schneepflügen bei der Räumung helfen.

Ein Thema im Winter ist auch das Salz: Im Lager des Werkhofs liegen rund 400 Tonnen des «Rohstoffs», der Schnee und Eis zum Schmelzen bringt. «Wir mussten erst zweimal die Bergstrasse salzen in diesem Winter. Die Menge sollte also reichen bis im Frühjahr.» Nachbestellen werde er wahrscheinlich nicht müssen, meint Kirchhofer. Die angekündigte Kälteperiode soll laut Angaben der Basler Salinen, welche spezielle Diagramme zur Verfügung stellen, nur von kurzer Dauer sein. «Schon am 21. Januar gehen die Temperaturen wieder in die Höhe», prognostiziert der Werkhofleiter.

Nun hofft er, dass die Prognosen Eichers stimmen und am Sonntag nicht mehr allzu viel Schnee fällt. So hätten auch seine Leute noch etwas vom Wochenende.

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