Rock am Märetplatz
Der Grenchner Marktplatz wurde zur Partymeile

Acht Bands auf zwei Bühnen spielten an der 6. Ausgabe von "Rock am Märetplatz" in Grenchen. OK-Präsident Kurt Gilomen zieht eine positive Bilanz.

Rico Candrian
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Rock am Märetplatz 2017
54 Bilder
"Killer" aus Solothurn
Killer-Bassistin Emi Bassbabe
Rock auf Märetplatz Grenchen 055
Headbangen im Publikum
Killer-Gitarrist Crown Kocher und Sänger Andy Lickford
Basement Saints - die Grenchner Lokalmatadoren
Tobias Arn von den Basement Saints
Rock am Märetplatz 2017
OK Chef Kurt Gilomen, rechts im Gespräch mit Teddy Buser
Blonde Mähne
Rock auf Märetplatz Grenchen 050
Gemütliches Beisammensein beim Rock auf Märetplatz 2017
Gemütliche Stimmung
Rock auf Märetplatz Grenchen 033
Stadtpräsident François Scheidegger und OK-Chef Kurt Gilomen
Running Aztecs aus Solothurn
Running Aztecs aus Solothurn
Running Aztecs aus Solothurn
Humorvoll schräg: Hund und Schwein
Hund und Schwein
Hund und Schwein
Hund und Schwein

Rock am Märetplatz 2017

Hansjörg Sahli

Rund 4000 Personen aus der ganzen Region fanden den Weg auf den Märetplatz in Grenchen, zum Schluss schien es, als würde er gleich platzen. Warme Sonne und ein erfrischendes Lüftchen sorgten für perfekte Bedingungen. Dazu die Bars und Verpflegungsstände, bei denen man sich nach Kauf eines Buttons, dessen Reinerlös an die Jabahe-Band geht, austoben konnte. Für einen Hingucker sorgte die Bildhauerei Sini, die mit der Motorsäge einen normalen Baumstamm in einen Violinschlüssel verzauberte.

Den diesjährigen «Rock am Märetplatz» eröffneten die «Bluez Ballz» mit gefühlvollem Bluesrock. Mit Fingerspitzengefühl auf der Gitarre, Leidenschaft in der Stimme und eindrücklicher Begleitung durch Bass und Trommel begeisterten sie die angereisten Rockfans. Nach dem einstündigen Opener ging es auf Bühne zwei sofort weiter mit «Hund und Schwein». Dieses Duo war eine Klasse für sich, auf eigene Art und Weise heizten sie dem Publikum, das sich nach und nach vergrösserte, voller Power und Humor ein.

Um 15 Uhr stand dann eigentlich die Berner Retro-Rock-Band «Brainholz» auf dem Programm, konnte aber nicht auftreten, da ihr Gitarrist im Spital liegt. Bluez Ballz sprang kurzfristig ein und bescherte dem Publikum eine weitere bemerkenswerte Bluesstunde.
Für den perfekten Einstieg in den Abend sorgte «Killer», eine Band mit Legendenstatus.

Angeführt von der unglaublichen Stimme von Andy Lickford und Kultfigur Crown Kocher wurden sie ihrem Slogan «We make Hardrock great again!» gerecht und verbreiteten Party-Stimmung auf dem allmählich vollen Märetplatz. Diese hielten die «Running Aztecs» aus Solothurn aufrecht, überzeugten mit Power-Songs aus mehreren Musikstilen von den Sechzigern bis heute.

Märetplatz wird zur Partymeile

Die einheimischen Basement Saints waren schliesslich für den instrumentalen Höhepunkt des Tages besorgt. Die drei jammten sich mit ihren flinken Händen in die Herzen der Zuschauenden und setzten diese mit ihren epischen Trommelsolos und peitschenden Gitarreneinsätzen in Ekstase.

Mit Einbruch der Dunkelheit war die Bühne frei für Chica Torpedo. Die Mischung aus Latino und Rock war faszinierend und versprach Partystimmung pur, Chica Torpedo verwandelten das mittlerweile aufgetaute Publikum in eine Partymeile. Gleich im Anschluss schickten die Poorboys die Zuschauenden in die Mitte des letzten Jahrhunderts zurück, bei den kratzigen Stimmen hätte man meinen können, Elvis persönlich stehe auf der Bühne.

Als es schliesslich auf Mitternacht zuging, rockte die Hausband Lightfood noch mal die Bühne, harmonierte perfekt mit dem dreistimmigen Bläsersatz, den sie extra dazugeholt hatten. Gegen Ende ihrer Vorführung präsentierten die sieben Männer in Ehren der kürzlich verstorbenen Rocklegende Polo Hofer mit «Giggerig» einen seiner beliebtesten Songs. Den Schlusspunkt dieses gelungenen Rocktages setzten die Poorboys mit ihrem zweiten Auftritt bereits nach Mitternacht.

Die bestechendste Neuerung beim diesjährigen «Rock am Märetplatz» war die zweite, kleinere Bühne auf der Nordseite des Platzes, auf der abwechselnd zur Hauptbühne gespielt wurde. Moderator Pät und die DJs Bonsai und Horse sorgten dafür, dass es während der Umbaupausen nie still wurde.

OK-Chef Kurt Gilomen zeigte sich voll und ganz zufrieden: «Wir konnten jedes auftretende Problem beheben, hatten immer einen Plan B. Dass ein Event dieser Grösse so reibungslos verläuft, ist nicht selbstverständlich. Alle waren in Feierstimmung, bis in den hintersten Teil des Platzes wurde mitgemacht. Einfach klasse!»

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