Grenchen
Der Grenchenberg bekommt keine eigene Schlittelpiste

Letzten März reichte die CVP Stadt Grenchen eine Petition für eine präparierte Schlittelpiste auf dem Grenchenberg ein. Doch aus dem Wintervergnügen auf der alten Bergstrasse inklusive Chäsweg wird nichts.

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Trotz Pulver gut: auf dem Grenchenberg gibt es keine Schlittelpiste

Trotz Pulver gut: auf dem Grenchenberg gibt es keine Schlittelpiste

SWG

Kommenden Dienstag kommt die Volksbitte erst in den Gemeinderat. Mit wenig Chancen. Baudirektion und Stadtpräsidium empfehlen, die Petition abzulehnen. «Stadtpräsidium und Verwaltung anerkennen den Reiz und die Attraktivität des Schlittelns. In der Region gibt es jedoch mehrere Möglichkeiten, auf Naturstrassen oder an Naturhängen zu schlitteln. Insbesondere die Kosten- aber auch Haftungsfrage sind bei der gewünschten Bergstrecke erschwerende Faktoren, die nicht negiert werden können», wird begründet.

Kreuzungen gefährlich

Offenbar ist die Schlittelstrecke nicht ganz ungefährlich, gerade bei der Kreuzung alte und neue Bergstrasse. Weitere Massnahmen wären nötig, um sie schlittelfähig und sicher zu machen. Bisher geht man allfällige Risiken auf eigene Verantwortung ein. «Würde der Weg offiziell zur Schlittelstrecke erklärt, könnte es zu schwierigen Haftungsfragen kommen, in der auch die Stadt zur Rechenschaft gezogen werden könnte. Haftungsansprüche an die Öffentlichkeit erfolgen heute sehr leichtfertig und die Eigenverantwortung wird oft nicht oder zu wenig wahrgenommen», warnt Stadtbaumeister Claude Barbey. Ob der Nutzen die Kosten überwiegt, sei ausserdem fraglich. Gerechnet wird mit jährlichen Kosten von rund 7000 und einmaligen Ausgaben von 5000 Franken.

Für Andreas Kummer, Fraktionsvorsitzender der CVP, kommt der negative Vorschlag wenig überraschend. Er habe gewisses Verständnis für die Argumentation der Verwaltung. Allerdings habe man die Haftungsfrage beim Skilift auch gelöst, vergleicht er. Beides, Skilift und Schlittelweg, seien wertvolle Freizeitangebote. Ein Nein bedeute noch nicht, dass der Schlittelweg nicht doch geboren wird. Letztlich könnte er immer noch durch private Initiative präpariert werden. (fup)