Grenchen

Der FC Grenchen kassiert eine weitere Niederlage

Resignation hat sich breit gemacht. (Archiv)

Resignation hat sich breit gemacht. (Archiv)

Im zweitletzten Heimspiel passte beim Kodric-Team nicht mehr viel zusammen. Erst nach einem 0:3-Rückstand flammte das ehemalige FCG-Feuer nochmals ein bisschen auf.

Es war nicht zu übersehen: Die Meisterschaft ist bei den Grenchnern zur Nebensache verkommen. Resignation hat sich breit gemacht.

„Was ist bloss los mit diesem FCG" fragte sich der ehemalige Trainer Marcel Hottiger, welcher am Pfingstsamstag mit Schötz einen nie gefährdeten Sieg einfahren konnte. Schlimm sei, wenn man die Grenchner vor zwei Jahren mit dem heutigen Team vergleiche. „Das ist unglaublich was mit dieser Mannschaft passiert ist. Da hilft nur noch eine Grunderneuerung" riet Hottiger.

Entgegen dem Gebrauch fand vor dem Match eine Trauerminute auf Wunsch von Schötz statt, welche diese Woche den Tod ihres Masseurs Willy Steiner zu beklagen hatten. Die Verantwortlichen der Grenchner kamen dem Anliegen gerne entgegen, war doch der verstorbene Oensinger während der Aera Hottiger auch Masseur beim FCG gewesen.

Nach dem ersten Abtasten waren es die Gäste, welche durch Zeqiri zu den ersten Abschlussmöglichkeiten kamen. Doch es war unverkennbar, dass es bei beiden Teams um nichts mehr ging. Eigentlich schade, denn die äusseren Bedingungen im Brühl waren wieder einmal hervorragend. Die Sonne schien und der Rasen war wohl besser präpariert, als in manchem Superleague-Stadion. Ein stehender Ball führte zum ersten Tor. Diener verwertete einen Freistoss von Grüter mit seinem Kopfball zum 0:1 (33.).

Nur vier Minuten später erhöhte wiederum Diener mit einem frechen Schlenzer via Lattenunterkante auf 0:2. Noch vor der Pause musste der Grenchner Goalie Grosjean mit schmerzverzerrtem Gesicht ausgewechselt werden. Er war in der 24. Minute mit Zeqiri zusammengestossen. Dabei ist die eben auskurierte Hüftprellung wieder aufgebrochen. Ersatzgoalie Schwaller war kaum im Spiel, kassierte er durch Zeqiri das 0:3.

Ein Verzweiflungsschuss von Funaro aus spitzem Winkel, entwickelte sich noch zur besten Grenchen-Chance der ersten Halbzeit. Der zum Stürmer umfunktionierte Hasanovic erlöste dann sein Team kurz nach dem Pausentee mit einem schönen Solo, welches er mit dem 1:3 abschloss. Der FCG schien wie verwandelt aus der Kabine gekommen zu sein. Walther prüfte dann mit einem Scharfschuss den Gästekeeper und Funaro's Kopfball flog wenig neben dem Tor vorbei. Halimi stand dann kurz nach seiner Einwechslung bei vierten Tor goldrichtig, nachdem Schwaller einen Hinterhaltsschuss von Buqaj noch hatte abwehren können. Das Resultat hätte noch höher ausfallen können, doch Schwaller lenkte zuletzt einen Scharfschuss von Sprich an die Latte.

Grenchen - Schötz 1:4 (0:3)
Brühl: 100 Zuschauer - SR: Schenk.
Tore: 33. Diener 0:1, 37. Diener 0:2, 45. Zeqiri 0:3, 50. Hasanovic 1:3, 85. Halimi 1:4.
Grenchen: Grosjean (45. Schwaller); Fleury, Wanner, Veljanovski, Hegg (71. Sadrji); Salihi, Hasanovic, Kellerhals (78. Frimpong), Funaro; Stauffer, Walther.
Schötz: Schmidt; Nascimento (82. Halimi), Imbach, Dzomic, Sampaio; Fernandez, Grüter, Curic, Zeqiri (76. Sprich); Malbasic, Diener (63. Buqaj).
Bemerkungen: Grenchen ohne Edward (gesperrt), Peralta (verletzt), Moser, Isch (abwesend). Schötz ohne Vogel, Ugljesic, Plancic (alle verletzt), Sanchez (abwesend).
Verwarnungen: 70. Grüter (Foul).

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