Swatch Group

Der Bieler Uhrenhersteller zelebrierte sich im Neubau

Erstmals hat die Bilanzmedienkonferenz der Swatch Group, des grössten Arbeitgebers in Grenchen, in der neuen Cité du Temps in Biel stattgefunden. Der spektakuläre Hauptsitz der Marke Swatch soll im Sommer eröffnet werden.

Der 270-Millionen-Neubau des japanischen Architekten und Pritzker-Preisträgers Shigeru Ban erhält zurzeit den letzten Schliff. Er ist laut den Ausführungen von Carlo Giordanetti, Creative Director der Marke Swatch, ganz aus Schweizer Holz gebaut. 1997 Kubikmeter Holz wurden in 4600 Elementen für das schlangenförmige, 140 Meter lange Gebäude verwendet. «Und doch wächst diese Menge im Schweizer Wald in weniger als zwei Stunden nach. This shows the power of nature», sagte Giordanetti in der auf englisch gehaltenen Pressekonferenz.

Teil des Komplexes mit dem Namen Cité du Temps, der über die Strasse mit dem Omega-Hauptsitz verbunden ist, bildet die neue «Nicolas G. Hayek Conference Hall». Sie umfasst 400 Plätze und einem riesigen gewölbten Bildschirm von fast 10 Metern Breite, wo künftig interne und externe Meetings stattfinden sollen. Die mosaikbestückte Aussenfassade reiht auf 700 Quadratmetern etwa 1,5 Millionen handgesetzte Mosaiksteine aneinander. Zur Cité du Temps wird auch das Swatch-Museum gehören sowie der erste «Drive-in» Swatch Store.

In aufgeräumter Stimmung verkündete Swatch-Group Chef Nick Hayek mit seiner Führungscrew die Zahlen des Geschäftsjahres und beantwortete die Journalistenfragen. Hayek liess auch durchblicken, dass man «die Verantwortung gegenüber der Schweizer Uhrenindustrie wahrnehmen» werde, auch wenn die von der Weko auferlegte Lieferverpflichtung von ETA-Uhrwerken gegenüber der Konkurrenz 2020 auslaufe.
Produkteseitig thematisierte Hayek die kürzlich erfolgte Lancierung der «Swatch Pay», die analog zu einer Kreditkarte zu gebrauchen ist. Seit der Lancierung sei ein Modell mit dem Kreditkartenchip das erfolgreichste der aktuellen Swatch Kollektion.

Monduhr neu aufgelegt

Eine fulminante Präsentation gabs zur Neuauflage des legendären Chronografen Omega Speedmaster. Anlässlich der ersten Mondlandung vor 50 Jahren wird die von 1964-1969 produzierte Modellvariante mit dem Kaliber 321 neu lanciert. Eine Uhr, die mit Astronaut Eugene Cernan und Apollo 17 1972 auf dem Mond war, ist in Biel als Dauerleihgabe der Smithsonian Institution ausgestellt. «Cernan hat sie nach der Mondmission bis an sein Lebensende getragen. Und sie funktioniert immer noch perfekt», sagte Omega-CEO Raynald Aeschlimann. Die Generalversammlung der Swatch-Group-Aktionäre findet am kommenden 23. Mai im Tissot-Velodrome in Grenchen statt.

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