Velodrome Suisse
Der Besuch der Tour de Romandie ist der Startschuss für Grenchen als Velostadt

Am 25. April beehrt die Tour de Romandie die Stadt Grenchen, die 2. Etappe wird vor dem Velodrome Suisse enden. Die Vorbereitungen für den Velo-Grossanlass kosten Kraft, Zeit und Geld.

Patrick Furrer
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Die 2. Etappe der Tour de Romandie führt durch Grenchen. (Archiv)

Die 2. Etappe der Tour de Romandie führt durch Grenchen. (Archiv)

Keystone

Noch vor der Eröffnung des neuen Velodrome Suisse wird die Multifunktionshalle bereits zum Austragungsort eines ersten Velo-Grossanlasses: Am 25. April feiert die Tour de Romandie direkt vor dem Haupteingang den Sieger der 2. Etappe von Prilly nach Grenchen. Eine seltene Ehre, wie sie der Stadt zuletzt noch vor den Zeiten des amtierenden Stadtpräsidenten zu Teil wurde: 1939 und 1974 war Grenchen Etappenort der Tour de Suisse, 1983 machte mit dem Elite-Amateurrennen Grand Prix Wilhelm Tell letztmals eine grosse Rundfahrt Halt in Grenchen.

Umso mehr fiebert nun alles auf den Grossanlass in drei Wochen hin – tausende velobegeisterte Schaulustige werden erwartet, rund 130 Helfer werden im Einsatz stehen.

Diverse Attraktionen

Die Zielankunft in Grenchen wird durch ein lokales Organisationskomitee organisiert, bestehend aus Vertretern der Stadt, des Velodromes, der Veloherstellerin BMC sowie der Stadt- und Kantonspolizei. Bereits seit Herbst hat OK-Präsidentin Michèle Tanner, ausserdem stellvertretende Betriebsleiterin Velodrome Suisse AG, alle Hände voll zu tun. «Es wird ein ganz besonderer Tag», verspricht sie voller Vorfreude. «Und es wird für alle, die Freude am Radsport haben, etwas geboten.»

Bereits ab 14 Uhr werde die ganze Stadt im Zeichen des Radsports stehen. Die Rennfahrer werden um zirka 15.30 Uhr die Ziellinie vor dem Velodrome zum ersten Mal passieren und Grenchen während zweier insgesamt 50 Kilometer langen Schlussschlaufen im Bucheggberg und bei Romont-Plagne dreimal durchqueren.

Auf dem Marktplatz sind verschiedene Verpflegungs- und Informationsstände geplant. Bei der Zielankunft an der Neumattstrasse gibt noch mehr zu sehen, vom grossen Festzelt über die Expo-Village bis hin zum einem Kinderparcours und der «Petit Tour de Romandie», die fünfzehn kleinen Velofans einen Blick hinter die Kulissen gewährt. Schüler verkaufen Support-Pins für 5 Franken, die einerseits dem Anlass und der Klassenkasse zugutekommen, andererseits als Ticket für eine Führung durch die vollautomatische «impec»-Fabrik der BMC gelten.

Kosten werden hälftig geteilt

Der Mega-Event kostet natürlich auch – insgesamt über 100 000 Franken: Stadt und BMC teilen sich die direkten Kosten, erklärt David Baumgartner, OK-Finanzchef und städtischer Finanzverwalter: Für den Tour-Beitrag wurden je 21 600 Franken bezahlt Für die operativen Kosten – Sperrungen, Bauten, Logistik und Festbetrieb sowie Sicherheitsvorkehrungen – sind jeweils 40 000 für BMC und Stadt budgetiert.

Die Vorgaben der Tourorganisatoren an die Stadt sind gross. Im Budget einberechnet sind ebenfalls die Ausgaben wie der Einsatz von 44 Zivilschützern und das Entfernen der Verkehrsinsel auf der Archstrasse zwischen BBZ und Back-Caffee, die durch eine mobile Insel ersetzt wurde, damit sie bei der heiklen Zieleinfahrt mit Schlussspurt entfernt werden kann. Mit den Marketing- und Sponsoringaktivitäten hoffe man, die Kosten noch zu reduzieren, sagt David Baumgartner. Die Investition soll sich auszahlen, meint OK-Präsidentin Michèle Tanner. Schliesslich sei der 25. April so etwas wie «der Startschuss für Grenchen als Velostadt.»

Diverse Sperrungen notwendig

Für eine reibungs- und unfallfreie Etappe sind auch diverse verkehrstechnische Massnahmen nötig. Von zirka 15 bis 17.30 Uhr ist mit Verkehrsbeschränkungen und Strassensperrungen zu rechnen. «Wir empfehlen klar die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr – oder auch dem Fahrrad», sagt Michèle Tanner. Bei der Zieleinfahrt selbst werden auf insgesamt rund 800 Metern Länge Absperrgitter aufgestellt, während gewissen Zeiten sind verschiedene Strassenabschnitte – primär am Berghang der Stadt im gesamten Stadtgebiet gesperrt.

Parkplätze sind signalisiert. Die Parkplätze an der Sportstrasse und bei der Badi sowie dem Velodrome selbst können nicht benutzt werden. Die grösste Sperrung schliesslich betrifft die Autobahnausfahrt Grenchen Süd. Von zirka 15 bis 17 Uhr bleibt sie zu. Eine Umleitung wird signalisiert und führt über den Anschluss Lengnau/Pieterlen respektive in Gegenrichtung über Solothurn West. Während diesem Zeitraum bleibt auch die Archstrasse zwischen dem Flugplatzkreisel und dem Römerkaffee in Arch gesperrt.