Grenchen

Der Baggerzahn macht der alten Girard-Villa den Garaus

In diesen Tagen haben die Abbrucharbeiten am Gebäude Ecke Kapellstrasse – Solothurnstrasse begonnen.

Die alte Villa an der Ecke Solothurnstrasse/Kapellstrasse stand schon längere Zeit leer. Sie wurde im Frühling an eine Firma mit Sitz in Ennetbürgen NW verkauft, die «BP Swiss Trade AG». In diesen Tagen haben nun die Abbrucharbeiten begonnen: In einem ersten Schritt wurde eine Asbestsanierung vorgenommen, wie einer der Mitarbeiter der Abbruchfirma auf Anfrage erklärt: Danach wurde auf der Westseite, wo das Gebäude nahe an der Kapellstrasse liegt, ein Gerüst gestellt, um daran eine grosse Blachenwand zu befestigen. Damit soll verhindert werden, dass während des Abbruchs, der von der Ostseite her erfolgt, Teile des Gemäuers auf die Strasse oder das Trottoir fallen.

Seit gestern nagt sich der Baggerzahn Stück für Stück durch das Gebäude. Die verschiedenen Materialien, – Backstein, Holz, Metall – werden von Anfang an fein säuberlich voneinander getrennt und in separaten Mulden deponiert. Ende Woche ist die alte Villa voraussichtlich bis auf die Grundmauern abgerissen.

Der Vorbesitzer, Walter Girard, war in diesem Haus auf die Welt gekommen und hatte bis zu seinem Umzug ins Pflegeheim hier gewohnt. Gebaut hatte die Villa sein Grossvater im Jahr 1905, ein Uhrenunternehmer aus der berühmten Girard-Dynastie als Wohnhaus für die Familie. Als Lidl vor Jahren die keine 50 Meter entfernte Filiale baute, war schon einmal die Rede von einer möglichen Überbauung des Geländes, doch Girard wollte damals nicht verkaufen.

Die neuen Besitzer haben nun einen Grenchner Architekten damit beauftragt, ein Projekt für die Parzelle auszuarbeiten, wie Recherchen dieser Zeitung zeigten. Es sei eine gemischte Nutzung als Wohn und Geschäftsliegenschaft vorgesehen, hiess es. Ein Weiterverkauf sei aber nicht ausgeschlossen.

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