22 neue Vereinsmitglieder, darunter einige Politiker, sollen für ein «Blutauffrischung» in der Trägerschaft der wichtigsten Heilpädagogischen Institution des Kantons sorgen, aber auch deren Einflusssphäre ausweiten. «Die Vereinsmitgliedschaft bedeutet vor allem auch ideelle Unterstützung für unseren Auftrag», brachte es Präsident Andreas Kummer auf den Punkt. Er zeigt sich stolz darauf, dass auch dieses Jahr für sämtliche 22 Schulabgänger eine Anschlusslösung (Lehrstelle bzw. Vorbereitungs- oder Übergangsjahr) gefunden werden konnte. 603 Kinder bzw. Familien bezogen 2016 die Dienstleistungen des Heilpädagogischen Zentrums, darunter 234 durch den Heilpädagogischen Dienst und 119 im Sonderpädagogischen Zentrum. 12 Kinder konnten erfolgreich in die Regelschule integriert werden.

Neue Leistungsvereinbarung

Strategische Aufgaben für das laufende Jahr seien einerseits der Start des Projektes Nachfolgeregelung Gesamtleitung Bachtelen, die für einen Übergang ohne Brüche und Wissensverluste sorgen soll, anderseits stecke man mitten in der Verhandlung um die Eckwerte der neuen dreijährigen Leistungsvereinbarung mit dem Kanton. «In den ersten Verhandlungen konnten die doch recht weit auseinanderliegenden Standpunkte angenähert werden», so Kummer. Er hoffe, dass man im Herbst eine «sinnvolle» Leistungsvereinbarung verabschieden könne.

Kummers Dank galt allen Verantwortlichen für die Jubiläumsfeierlichkeiten 125 Jahre Bachtelen/100 Jahre Standort Grenchen unter OK-Präsident Marco Crivelli. Gesamtleiter Karl Diethelm liess in seinem Bericht die Anlässe des Jubiläumsjahres nochmals Revue passieren. Das Jubiläum habe sämtliche Erwartungen hinsichtlich Publikumsaufmarsch und Resonanz in der Öffentlichkeit übertroffen und sei auch intern ein voller Erfolg gewesen. «Von den rund 220 Bachtelen-Mitarbeitenden haben wohl an die 190 mitgeholfen.»

Marcel Probst, Verantwortlicher Finanzen, stellte die Jahresrechnung vor, welche bei Einnahmen von 26, 5 Mio. Fr. und Ausgaben von 24,4 Mio. Fr. unter anderem Abschreibungen von 1,5 Mio. Fr. und einen Überschuss von 305 000 Fr. verzeichnet. 79 Prozent des schwergewichtig durch den Kanton Solothurn finanzierten Budgets sind Personalausgaben.  Das provisorische Budget 2018 sieht eine praktisch ausgeglichene Rechnung (Defizit von 0,12 Mio. Fr.) vor.

Ruth Zurschmiede verabschiedet

Beim Traktandum Wahlen wurden Vereinspräsident Kummer und weitere elf Vorstandsmitglieder für eine weitere Amtsperiode mit Applaus bestätigt. Für Ruth Zurschmiede war es hingegen die letzte Generalversammlung als Protokollführerin. Sie tritt im August in den Ruhestand. Zurschmiede ist seit 1982 für die Institution tätig, davon sechs Jahre als Assistentin des Gesamtleiters.