Grenchen

Der Archer Andreas Schlup hat zum 100. Mal Blut gespendet

Andreas Schlup erhält zum Jubiläum seiner 100. Blutspende einen Blumenstrauss von Judith Leuenberger, medizinische Fachfrau.

Andreas Schlup erhält zum Jubiläum seiner 100. Blutspende einen Blumenstrauss von Judith Leuenberger, medizinische Fachfrau.

Andreas Schlup aus Arch ist im Blutspendezentrum im Sunnepark ein guter Bekannter. Vier Mal pro Jahr kommt er hierher, um Blut zu spenden.

Das erste Mal habe er im Militär Blut gespendet, sagt der 60-Jährige, und seither sei er regelmässig viermal pro Jahr zur Blutspende nach Grenchen gefahren. Romana Wiedmer und Judith Leuenberger, die beiden medizinischen Fachfrauen des Blutspendedienstes Aargau Solothurn, die jeweils am Dienstag, von 11.30 Uhr bis 19.30 Uhr, den Standort Grenchen im Sunnepark betreuen und den Spendern den «Lebenssaft abzapfen», kennen Schlup gut und pflegen ein freundschaftliches Verhältnis mit ihm.

100-mal Blut spenden, das ist bemerkenswert. Tatsächlich weist diese Zahl auf jemanden hin, der wie Schlup seit seiner Rekrutenschule regelmässig jedes Jahr die maximale Anzahl an Spenden getätigt hat. Männer dürfen viermal pro Jahr, Frauen dreimal pro Jahr Blut spenden, jedes Mal 450 Milliliter plus ca. 50 ml für Teströhrchen, denn das Blut wird auf Infektionskrankheiten getestet. Es gebe zum Glück einige treue Spender wie Andreas Schlup, sagt Fabienne Schurter, Verantwortliche Marketing & Kommunikation bei der Stiftung Blutspende SRK Aargau-Solothurn.

Die Nachfrage nach bestimmten Blutgruppen

Einige Blutgruppen, wie die von Andreas Schlup, sind häufig vertreten. A+ ist in der Schweiz die häufigste Blutgruppe. Und momentan auch die am meisten nachgefragte in den Kantonen Aargau und Solothurn. Auf der Website www.blutspende-ag-so.ch ist auf einen Blick ersichtlich, bei welchen Blutgruppen ein Mangel herrscht. Der Stand wird täglich aktualisiert. Aktuell ist der Bestand an Blutreserven bei den Gruppen A+ und B+ bedrohlich tief, d. h. konkret, die Vorräte reichen noch für zwei Tage. Bei AB- und B- reicht es noch für vier Tage.

Blut braucht es bei Unfällen, Operationen und schweren Krankheiten, wie Krebs. Da Blut nach wie vor nicht künstlich hergestellt werden kann, muss der Bedarf durch freiwillige Blutspenden gedeckt werden. So wie denen von Andreas Schlup. «Es müssten einfach mehr Junge kommen, um Blut zu spenden», sagt er. Vier von fünf Menschen benötigen mindestens einmal in ihrem Leben Blut. Das entspricht 80% der Schweizer Bevölkerung. Mit anderen Worten: Jede Spende zählt.

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