Verfall
Der Abriss naht: So sieht es im baufälligen alten Grenchner Spital aus

Das schon vor Jahren stillgelegte ehemalige Spital Grenchen ist schon länger dem Verfall preisgegeben. Ein letzter Blick hinein, bevor die Bagger auffahren.

Andreas Toggweiler
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So sieht es im Innern des abbruchreifen Spitals Grenchen aus
52 Bilder
Das Spital wird demnächst abgebrochen
Der Rückbau hat zum Teil schon begonnen
Der einst legendäre Balkon des Bettentraktes
Der Verputz fällt herunter
Blick in einen Gang
alte Küche
ein Eingang
viele, teilweise auch schöne Graffitis
ehemaliger Operationssaal
Zeitweise war eine Kinderkrippe eingemietet
Elektroinstallation
offensichtlich baufällig
technische Einrichtung
ehemaliger Maschinenraum
Treppenhaus

So sieht es im Innern des abbruchreifen Spitals Grenchen aus

Peter Brotschi

Was dem Solothurner auch schon bald und dem Bieler Spital wohl in einigen Jahren bevorsteht, wird für das alte Grenchner Spital schon ab Montag Realität: der Rückbau. Das Gebäude steht schon seit vielen Jahren leer und wurde lediglich zwischengenutzt.

Das sieht man den Räumen, dem Gebäude und der Umgebung an. Ein letzter Augenschein in den Gängen der Liegenschaft, wo viele Leben begannen, aber auch etliche zu Ende gingen, erweist sich vor allem auch fotografisch als reizvoll.

Damals eines der Modernsten

Das 1953 eröffnete Grenchner Spital galt damals als eines der modernsten der Schweiz. Erstmals gab es klimatisierte Operationssäle. Eine treibende Kraft war Uhrenpatron Rudolf Schild-Comtesse, der auch die Spitalbaukommission präsidierte. Die örtliche Uhrenindustrie, die in der sozialen Wohlfahrt stark engagiert war, trug den Löwenanteil der Baukosten von damals 5 Mio. Fr. Als Architekt amtete der Spitalbaufachmann Otto Brechbühl, als Bauführer Giovanni Crivelli.

Abbruchreif: Das alte Grenchner Spital und seine Umgebung
49 Bilder
Vieles ist beschädigt
Der Bettentrakt des 1953 gebauten Spitals
Die Natur erobert das Gelände zurück
Typische architektur der 50er Jahre
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Spuren einer Zwischennutzung
Das Spital wird demnächst abgerissen
Es werden neue (Pfeleg-)Wohnungen gebaut

Abbruchreif: Das alte Grenchner Spital und seine Umgebung

Peter Brotschi

1975 ging das Spital an den Kanton über. 1982 wurde es um einen Neubau erweitert (heute Sunnepark). Ab 2004 fuhr der Kanton die medizinischen Aktivitäten auch im Neubau sukzessive herunter. 2012 wurde das Areal im Baurecht verkauft.

Quelle: Vom Bauerndorf zur Uhrenmetropole, Stadt Grenchen (Hrsg.), 2018