Immerhin fiel dieses mit 123 000 Franken um einiges tiefer aus als budgetiert (170 000 Franken). Urs Neuhaus, der Präsident der Finanzkommission, sprach denn auch von einem unbefriedigenden Resultat, das nur dank Ausgabendisziplin und Sparbemühungen nicht noch höher ausgefallen sei.

Diese Bemühungen gelte es fortzusetzen, da in den nächsten Jahren nicht mit einer Besserung bei den Steuereinnahmen zu rechnen sei. Im Gegenteil: Besonders bei den juristischen Personen erwarte man eine rückläufige Tendenz.

In Erwartung von noch schwierigeren Zeiten wurden denn auch ausserordentliche Abschreibungen in der Höhe von knapp 55 000 Franken vorgenommen.

Nur nötigste Investitionen

Verwalter Ruedi Köhli verwies auf die Tatsache, dass man nur die nötigsten Investitionen getätigt habe. So verzichtete man auf die Dachisolation und die Fassadensanierung beim Pfarrhaus und hat nur die Fenster ersetzt, sodass im Berichtsjahr lediglich Nettoinvestitionen von 4440 Franken ausgelöst wurden. Die Versammlung honorierte die Anstrengungen und genehmigte die Laufende Rechnung, Investitionsrechnung und Brutto-Kreditüberschreitungen in der Höhe von 63 500 Franken einstimmig.

Ganz so düster sieht die allgemeine finanzielle Lage im Übrigen auch nicht aus. Zwar hat das Eigenkapital weiter abgenommen, liegt aber immerhin noch bei 2,1 Millionen Franken. Ein Pflänzchen der Hoffnung zeigt sich überdies bei der Mitglieder-Entwicklung. Erstmals seit Jahren konnte ein Plus registriert werden. Ende 2014 zählte die Kirchgemeinde 5885 Mitglieder, 70 mehr als noch ein Jahr zuvor.

Gewohnt souverän führte Rolf Enggist durch die Versammlung. Es war seine Letzte als Kirchgemeinde-Präsident. Nach zehn Jahren gibt er dieses Amt ab. Zur Nachfolge äusserte er sich wie folgt: «Das wird in den entsprechenden Gremien diskutiert. Wir sind auf bestem Wege, eine gute Lösung zu finden.» Bettlachs Gemeindepräsidentin Barbara Leibundgut – die Versammlung fand im Kirchgemeindehaus Markus in Bettlach statt) überreichte ihm ein Präsent, und der Vizepräsident der Kirchgemeinde, Martin Ochsner, würdigte Rolf Enggist sichtlich bewegt als einen Mann des Konsens, der stets fähig war, etwaige Wogen zu glätten.

Offiziell und feierlich verabschiedet wird Rolf Enggist am 28. Juni anlässlich eines Gottesdienstes in der Zwinglikirche.