Für einen nicht genannten Betrag hat der zur Swatch Group gehörende Uhrenhersteller Tissot mit Sitz in Le Locle die Markenrechte am Namen des Velodrome Suisse gekauft. Das Nationalstadion der Radfahrer heisst ab sofort und auf unbestimmte Zeit «Tissot Velodrome».

Nach der Tissot Arena (dem neuen Fussball- und Eishockeystadion in Biel) belegt die Herstellerin von sportlichen Uhren ein weiteres Sportstadion in der Region mit ihrem Namen.

Andy Rihs, Präsident der Stiftung Velodrome Suisse, und Tissot-Chef François Thiébaud gaben den Deal am Donnerstag im Velodrome den Medien bekannt. «Bereits als das Velodrome am 21. Juni 2013 eröffnet wurde, war Tissot einer der wichtigsten Partner des Radsportstadions», rief Rihs in Erinnerung.

Velodrome-Stiftungspräsident  Andy Rihs (links) mit Tissot-Chef  François Thiébaud

Velodrome-Stiftungspräsident Andy Rihs (links) mit Tissot-Chef François Thiébaud

Neueste Zeitmesstechnik

Die zum Swatch-Konzern gehörende Firma Swiss Timing habe dort eine der weltweit modernsten Zeitmessanlagen für den Radsport installiert und profitiere von der Partnerschaft insofern, als das Velodrome und seine anspruchsvollen und schnellen Wettkämpfe als Labor für die Weiterentwicklung der Zeitmessanlagen dienen könne. «Was im Velodrome funktioniert, kann in der ganzen Welt eingesetzt werden.»

Der Radsport-Mäzen, dessen BMC-Rennteam kürzlich eine Sponsoringpartnerschaft mit dem Swatch-Konkurrenten TAG Heuer abgeschlossen hat (wir berichteten), lobte dennoch die Verbundenheit zum Swatch-Konzern, der ja das Velodrome auch für seine jährliche Generalversammlung nutze.

Bei dieser Gelegenheit wand Rihs auch Velodrome-Geschäftsführer Peter Wirz und seinem Team ein Kränzchen, welcher es fertig gebracht habe, schon im ersten Betriebsjahr schwarze Zahlen zu schreiben.

Velodrome-Stiftungspräsident  Andy Rihs (links) mit Tissot-Chef  François Thiébaud

Velodrome-Stiftungspräsident Andy Rihs (links) mit Tissot-Chef François Thiébaud

«Zwei starke Brands»

«Einmal mehr wird in Grenchen Geschichte geschrieben», äusserte sich Wirz euphorisch. Er sprach gar von der «modernsten Zeitmessanlage weltweit». Sie müsse in Wettkämpfen zu 100 Prozent funktionieren. Mit Velodrome und Tissot würden zwei starke Brands noch enger zusammenfinden.

Tissot-Chef François Thiébaud unterstrich das Commitment der Marke für den Radsport. So ist Tissot seit 2016 offizieller Zeitmesser beim bedeutendsten Radsportanlass der Welt, der Tour de France. Dass auch das Velodrome ein wichtiger Radsport-Hotspot sei, beweise der Umstand, dass hier auch Stundenweltrekorde gefahren würden.

Nach dem Austausch von Geschenken schritten die Radsport-Fans zum Apéro riche. Auch Grenchens Stadtpräsident François Scheidegger machte seine Aufwartung und sprach von einem «erfreulichen Schritt für das Velodrome und damit auch für die Stadt».