Grenchen
Das Tissot Velodrome ist nach fünf Jahren Betrieb auf Kurs

Seit knapp fünf Jahren gibt es das Tissot Velodrome in Grenchen. In dieser Zeit konnte man sich eine treue Fangemeinschaft aufbauen. Dass seit dem zweiten Betriebsjahr schwarze Zahlen geschrieben werden, macht die Verantwortlichen «ein wenig stolz».

André Weyermann
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Velodrome-Geschäftsleiter Peter Wirz. Im Hintergrund läuft das letzte Rennen der Saison.

Velodrome-Geschäftsleiter Peter Wirz. Im Hintergrund läuft das letzte Rennen der Saison.

Hanspeter Bärtschi

Ein gut gelauntes und zahlreiches Publikum kam im Tissot Velodrome zum Abschluss der Saison 2017/2018 noch einmal in den Genuss der ganzen Palette an Wettbewerben, welche den Bahnradsport so attraktiv macht. Punktefahren, Scratch, Ausscheidungsrennen sowie Tempo Race standen ebenso auf dem Programm wie atemberaubende Sprints. Verschiedene Entscheidungen in der Gesamtwertung zum Tissot Velodrome Cup brachten viel Spannung ins ultraschnelle Oval.

Noch einmal bewiesen einige führende Schweizer Elitefahrer ihr Können, ebenso die Damen, während sich einheimische Junioren mit starker Konkurrenz aus Korea massen. Traditionsgemäss treten am letzten Rennabend jeweils auch die Militärfahrer an, die mit ihren «Göppeln» der Schwerkraft trotzten und sich packende sportliche Kämpfe leisteten. Heimliche Stars waren jedoch die Teilnehmenden am Kids-Cup. Jeden Mittwoch trainieren im Velodrome 80 Kinder und Jugendliche.

Die Jüngsten unter ihnen (10–14 Jahre) zeigten ihr Erlerntes auf der grossen Bühne in einem Omnium-Wettbewerb, bestehend aus 500-Meter-Zeitfahren, einer Scratch-Prüfung und einem abschliessenden Punktefahren. Die vier Trainer René Schiegg, Manfred Zeller, Gerhard Jaun und Max Kunz konnten zu Recht stolz sein auf die Darbietung ihrer Schützlinge. Geschäftsführer Peter Wirz hatte dazu eine Vision: «Irgendeinmal wird es einen Olympiasieger geben, der zum ersten Mal in unserem Velodrome auf ein Velo gestiegen ist.»

«Schon ein wenig stolz»

Seit knapp fünf Jahren besteht Grenchens «Radtempel». Zeit für eine kurze Zwischenbilanz. «Wir haben bewiesen, dass ein Velodrome wirtschaftlich betrieben werden kann. Seit dem zweiten Jahr schreiben wir zwar keine Riesengewinne, aber doch schwarze Zahlen. Das macht uns schon ein wenig stolz», erklärt Peter Wirz. Man habe sich ja die Förderung des Schweizer Radsportes auf die Fahne geschrieben. Das werde auch weiterhin die Mission sein.

Dank den nationalen und internationalen Wettbewerben transportiere man den Namen Grenchen in die weite Welt. Viele ausländische Sportlerinnen und Sportler machten ihre erste Bekanntschaft mit der Schweiz in Grenchen. «Wir haben uns zudem eine treue Fangemeinschaft aufgebaut», betont der Geschäftsführer weiter.

Donnerstagabendrennen vom 22.Februar 2018 im Velodrome Grenchen Die Velofahrer sind einander dicht auf den Pneus.
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Das Line up der Startenden ziemlich international.
Es starteten Velofahrer aus Neuseeland, Korea und vielen weiteren Nationen.
Sie lieferten sich ein regelrechtes Kopf-an-Kopf-Rennen im Grenchner Velodrome.
Die Fahrer bereiten sich auf das Rennen vor.
Jan Swager van Dok (r.) sorgt für das Wohlbefinden der Muskeln von Nationalmannschaftsfahrer Claudio Imhof.
Diese beiden Velofahrer sind bereits startklar.
Helm montiert - Dieser Velofahrer ist bereit, in die Pedale zu treten.
Die Velofahrer bereiten sich auf das Rennen vor.
Die Velofahrer bereiten sich auf das Rennen vor.
Vor dem Rennen müssen sich die Velofahrer aufwärmen.
Vor dem Rennen müssen sich die Velofahrer aufwärmen.
Vor dem Rennen müssen sich die Velofahrer aufwärmen.
Grund für das internationale Stelldichein in Grenchen ist die bevorstehend Bahnrad-WM von nächster Woche in Holland.
Jungspunts legten phänomenale Zwischenspurts aufs Parkett.
Jungspunts legten phänomenale Zwischenspurts aufs Parkett.
Tandem mit blindem Hintermann - mit 60km/h unterwegs!
Gefüllte Zuschauertribüne beim Donnerstagsrennen im Grenchner Velodrome.
Gefüllte Zuschauertribüne beim Donnerstagsrennen im Grenchner Velodrome.
Rund 500 Zuschauer kamen in den Genuss von packender Rennatmosphäre, taktischen Verfolgungsrennen und Parforce-Sprints.
In der Pause haben die Zuschauer Zeit, sich auszutauschen.
In der Pause haben die Zuschauer Zeit, sich auszutauschen.
In der Pause haben die Zuschauer Zeit, sich auszutauschen.
In der Pause haben die Zuschauer Zeit, sich auszutauschen.
In der Pause haben die Zuschauer Zeit, sich auszutauschen.
In der Pause haben die Zuschauer Zeit, sich auszutauschen.
Jan Swager von Dok mit seiner Tochter.
Für die Zuschauer gab es natürlich auch Speise und Trank.
Diese Herren lassen sich's gut gehen.
Für die Zuschauer gab es natürlich auch Speise und Trank.
Falls etwas passiert, ist er zur Stelle.
Erschöpfte Velofahrer nach dem Rennen...
Ein Blümchen für den Gewinner
Da freut sich jemand über das Gewinner-Sträusschen...
Strahlendes Lächeln nach dem Velorennen.
Diese Velofahrerin lächelt etwas erschöpft in die Kamera.
Die Velowerkstatt im Grenchner Velodrome
Ordentlich aufgehängt: Diese Räder warten darauf, montiert zu werden.
Räderlos baumeln diese Velos von der Decke.
Diese Velos warten auf ihren nächsten Einsatz.
Nach einem langen Abend im Velodrome heisst es: «Ab nach Hause».
Nach einem langen Abend im Velodrome heisst es: «Ab nach Hause».

Donnerstagabendrennen vom 22.Februar 2018 im Velodrome Grenchen Die Velofahrer sind einander dicht auf den Pneus.

Hansjörg Sahli

Trotzdem sei der Sport nicht selbsttragend. Er werde durch andere Aktivitäten (Messen, Ausstellungen etc.) quersubventioniert. Das 5-Jahr-Jubiläum wird man im Herbst feiern. «Deshalb werden wir am 13. Oktober, einem Samstag, nicht nur einen Prolog zur internationalen Track Cycling Challenge austragen, sondern es wird den ganzen Tag über Aktivitäten für die Bevölkerung geben», schaut Wirz bereits voraus.

Michèle Tanner neu bei Redog

Eine Änderung erfährt die Geschäftsleitung. Die Kommunikationsverantwortliche Michèle Tanner verlässt das Team und wird Geschäftsführerin bei Redog, einem Mitglied des Schweizerischen Roten Kreuzes, welches Katastrophenhunde- und Geländesuchhunde-Teams ausbildet. «Das Velodrome war eine Herzensangelegenheit. Nun ist es aber Zeit für eine berufliche Veränderung», meint sie dazu. Ihre Nachfolgerin wird Elena von Ballmoos, die seit Jahren im Eventwesen und in der Kommunikation mitgearbeitet hat.

Noch einmal zum eigentlichen sportlichen Geschehen. In der Ü40-Kategorie lieferten sich Marcel Wullschleger, Sascha Plasa und Beat Ruckstuhl einen packenden Dreikampf und belegten in dieser Reihenfolge die ersten Plätze in der Gesamtwertung. Der Grenchner Jan Swager van Dok holte sich den sehr guten fünften Rang.

Bereits am kommenden Montag (16.30 Uhr) wird der Lokalmatador seinen eigenen Stundenweltrekord (41,342 Kilometer) für Hobby-Radfahrer angreifen. Er peilt dabei die 42-Kilometer-Marke an. Über Unterstützung würde er sich natürlich freuen.

Resultate im Detail: www.tissotvelodrome.ch

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