41 Personen nahmen an der Rechnungsgemeindeversammlung der Reformierten Kirchgemeinde Grenchen Bettlach in Bettlach teil. Das Hauptinteresse der Versammlungsbesucher galt dabei dem Stand der Wiederbesetzung der Pfarrstellen.

Kirchgemeinderat Robert Gerber, Präsident der Pfarrfindungskommission, orientierte, dass der Rat voraussichtlich an seiner Sitzung von nächster Woche vier Pfarrpersonen wählen wird, welche die drei vakanten Pfarrstellen teilweise in Teilzeitpensen übernehmen werden.

Man habe nach ursprünglich 12 Bewerbungen nach Rückzügen seitens der Bewerber fünf Gespräche geführt und sei übereingekommen, dass die drei Pfarrstellen mit vier Personen besetzt werden. Nur noch eine Person wird 100 Prozent tätig sein. «Es ist nicht mehr so leicht Personen zu finden, welche das Amt als Vollzeitstelle ausüben wollen», merkte Gerber an.

Gleich alle drei Grenchner Pfarrer hatten in kurzen Zeitabständen gekündigt. Gerber verabschiedete an der Gemeindeversammlung ebenfalls den langjährigen Kirchenverwalter Ruedi Köhli und Kirchgemeindepräsident Urs Joss, der in seiner kurzen zweijährigen Amtszeit «unerwartet viele Turbulenzen» habe bewältigen müssen, wie dieser selbst auch einräumte.

Eine 75-Prozent-Pfarrstelle wurde letztes Jahr gestrichen und die Stelle der Jugendarbeiterin wurde nicht mehr besetzt. Urs Neuhaus, Präsident der Finanzkommission, konnte denn auch eine Rechnung präsentieren, welche nach Jahren der Defizite erstmals wieder einen Ertragsüberschuss von 74'210 Fr. aufwies. «Die Ausgaben konnten dank der Bemühungen aller Beteiligten in allen Bereichen reduziert werden», erklärte Neuhaus. Die Steuereinnahmen entsprachen mit 2,19 Mio. Fr. dem Budget. Dies unter Auflösung der

Steuerschwankungsreserve von 90'000 Fr. sowie unter der Bildung von Delkredere Reserven von 68'000 Fr. für Steuerausstände. Diese sind deutlich um 176'000 Fr. gesunken, betragen aber nach wie vor 262'000 Fr.

Investitionen im letzten Jahr waren neue Fluchtwege im Zwinglihaus für 131'000 Fr, der Ersatz des Flügels im Zwinglihaus für rund 14'000 Fr. und neue Dachfenster im Pfarrhaus Süd für gut 15'000 Fr.

Der Bettlacher Pfarrer Roland Stach machte zu Beginn einige gestliche Anmerkungen zum Thema Veränderung. «Von solchen sind wir als Kirchgemeinde zurzeit besonders betroffen.» In der Verunsicherung die dadurch entstehe, sei das Hoffen auf das Eingreifen Gottes für die Kirche ein Halt.