Stierenbergchilbi
Das schöne Wetter zog die Menschen auf den Berg

Wie ein Magnet zog die Stierenbergchilbi des Jodlerklubs Bärgbrünnli am Samstag und Sonntag ein illustres Publikum an. Bereits am Samstagnachmittag sass man bei angenehmen Temperaturen beim obligaten Raclette im Freien.

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Stierenbergchilbi
10 Bilder
Gut gewürzt muss sein, meinte Ueli Käser, Chef des Suppenteam
Schleppen allerhand Gewicht, die Treichlergruppe Bergahorn aus Eggiwil
Eindrückliche Worte von Pfarrerin Cornlia Fritz am Berggottesdienst
Vreni Uhlmann in Aktion
Pfarrerin Cornelia Fritz tauft Andy Aeschlimann, während Flavio Aeschlimann die Prozedur schon hinter sich hat
Taufe am Berggottesdienst, die beiden Täuflige Flavio (hinten) und Andy werden von Pfarrerin Cornelia Fritz getauft
Die Oeufi-Ländler eröffnen den Chilbibetrieb
Massenandrang an der Stierenbärgchilbi
Mahnen mit einem Choral zur Einkehr, das Alphornduo Caspar Riedi, und Ruedi Bauriedl

Stierenbergchilbi

kaspar Haupt

Nach dem Eindunkeln und bei empfindlicher Bise zog man sich in die Räume des Stierenbergkellers zurück. Am Sonntagmorgen gab es anfangs noch strahlendes Sonnenwetter, später zogen dann allerdings Wolken auf. Dennoch gabs einen richtigen Run auf den Festplatz, denn für die vielen Kirch-und Berggänger bleibt die Stierenbergchilbi ein beliebter Treffpunkt.
Zwei Täuflinge
Während die Treichlergruppe Bergahorn aus Eggiwil mit einem Kirchengeläut das Intro darbot, mahnte das Alphornduo Caspar Riedi und Ruedi Bauriedl mit einem eindrücklichen Choral zur inneren Einkehr. In dieser fast filmreifen Kulisse zelebrierte Pfarrerin Cornelia Fritz den ökonomischen Teil des Berggottesdienstes. Im Mittelpunkt standen natürlich die zwei Täuflingen Flavio Aeschlimann und Andy Aeschlimann. Söhne der Familien Christoph und Nik Aeschlimann. Die «Bärgbrünnler» unter der Leitung von Vreni Uhlmann umrahmten die sakrale Handlung mit der Jodlermesse von Heinz Willisegger.

Die 1978 entstandene Jodlermesse mit Liedern, die nicht unbedingt leicht zu singen sind, sie wird getragen von einer schlichten Melodik und einprägsamer Stimmführung. Auch ihr textlicher Inhalt ist von treffender, wie religiöser Einfachheit: «Herrgott lueg üs a, muesch Erbarme ha. Hei nid immer herrlich g'sunge, mängisch hed's nid suber klunge, wie's e so cha go, muesch Erbarme ha.» Aus dem Gabenlied «Us em Gade, vo der Matte, ab em Fueder, us de Chratte» schöpfte Pfarrerin Cornelia Fritz ihren Inhalt der Predigt, wenn sie vom Garten Eden und vom Baume der Erkenntnis sprach. Sie verglich das Menschendasein mit einem Garten, aus dem man wie es in der Bibel heisst, aus dem Paradies vertrieben wurde. Die einfühlsamen Worte der Pfarrerin Cornelia Fritz, mit der sakralen Handlung der Taufe und dem begleitenden Gesang des «Bärgbrünnlis» verschmolz zur Einheit, wie ein klar sprudelnder Bergquell.
Jodelklubpräsident Ueli Käser und sein Suppenteam waren schon vor beginn der Jodlermesse bei der Arbeit. Denn traditionsgemäss gibts zum Zmittag eine währschafte Erbssuppe. Und während sich die Bergpredigt mit den Jodlerklängen dem Ende zuneigte, wehte der Wind verführerische Suppen- und Bratwurstdüfte in die Menge. Auf der Bühne fand ein Kulissenwechsel statt, denn die «Oeufi-Ländler» begannen mit unterhaltsamen Klängen. Während fleissige Losverkäufer versuchten ihre Tombolalose an den Mann zu bringen, begann auch der Chilbibetrieb mit Redlete, Ländlermusik und Jodelgesang. Mutige schwangen auch das Tanzbein.