Grenchenberge
Das schlechte Wetter verdarb das Feiertagsgeschäft

Trotz zwei durchgehender Feiertagswochen ist die Bilanz auf den Grenchenbergen durchzogen. Das Wetter spielte nicht immer mit. «Wettermässig hatten wir Pech», sagt Tobias Freudiger, Betriebsleiter der Skilifte Grenchenberg.

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Die Piste auf dem Grenchenberg präsentierte sich nur selten so prächtig.

Die Piste auf dem Grenchenberg präsentierte sich nur selten so prächtig.

Kaspar Haupt

Im Pullover konnte Annemarie Schmidig diesen Montag mittags vor ihrem Haus sitzen. Bis zum Chasseral sah die «Obergrenchenberg»-Wirtin, während das Nebelmeer wenig weiter unten begann. «So hätte das Wetter die ganzen letzten zwei Wochen sein sollen», sagt Schmidig am Telefon. Das Wetter hat die Wirte auf dem Grenchenberg über die Festtage nicht unterstützt. Gerade um Weihnachten herum sei es auf dem Berg recht rau und windig gewesen, so Schmidig. Klagen will sie aber nicht: Denn Silvester und Neujahr seien super gelaufen. Und auch das schöne Wetter hat seine Nachteile, wie Schmidig am Montag erkennen musste: Gegen die Fluh hin gibts bereits die ersten braunen Flecken im Schnee.

Während es auf dem «Obergrenchenberg» Sonne hat, hat der Nebel am Montagmittag bereits den «Stierenberg» auf 1072 Metern eingeholt. Durchzogen ist denn auch die Bilanz von Wirtin Vreni Kuhn: Es habe weniger Leute gehabt als in den letzten Jahren. Der «Stierenberg» sei etwa für Schneeschuhwanderer zu tief gelegen. Es habe nicht mehr genügend Schnee. Trotzdem: Der Silvesteranlass sei sehr gut besucht gewesen, so Kuhn.

Viele auswärtige Gäste

Etwas anders tönt es auf dem «Untergrenchenberg»: «Händ Si no Schnee»?: Solche Anrufe habe sie in den letzten Tagen mehrmals erhalten, sagt Wirtin Vreni Schneider. «Wir hatten sehr viele auswärtige Gäste.» Viele Skifahrer und Schneeschuhläufer besuchten Schneiders Restaurant. Mit den Festtagen ist sie sehr zufrieden. Besonders in Erinnerung bleibt ihr Silvester. Die Stimmung sei sehr gut gewesen. Schneider tischte Fondue Chinoise mit Natura-Beef vom eigenen Hof auf. Damit es genügend Fleisch hatte, musste sie im Dezember ein- oder zweimal Fondue-Chinoise-Anfragen absagen.

Durchzogen ist dagegen wiederum die Bilanz von BGU-Direktor Hans-Rudolf Zumstein. Täglich fuhr der Bus zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar mit vier Kursen auf den Berg. «Wir sind immer nur mit einem Fahrzeug gefahren», sagt Zumstein. Den Reservebus brauchte er über die Festtage nie. Zumstein führt dies auf das Wetter zurück. – Jetzt fährt der Bus übrigens wieder mittwochnachmittags und am Wochenende.

Weniger Skifahrer

«Wettermässig hatten wir Pech», sagt auch Tobias Freudiger, Betriebsleiter der Skilifte Grenchenberg. Wenn das Wetter gut war, habe es relativ viele Leute gehabt, bei schlechtem Wetter aber umso weniger. Auf die Tage verteilt habe man so wenig Besucher gezählt. An 17 Tagen hatten die Skilifte bisher geöffnet – sogar am ersten Januar, wo nachmittags trotz Wetter und Müdigkeit einige Leute auf den Berg kamen.

Mit Prognosen, wie lange die Skilifte noch geöffnet sind, ist Freudiger zurückhaltend. Heute Mittwoch sei nachmittags wohl geöffnet. Ob die Lifte am Wochenende noch offen haben, hänge nun von den nächtlichen Temperaturen ab. Sind die Nächte kalt, dann sei es unter Umständen möglich, dass die Lifte noch einige Tage offen bleiben. (lfh)

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