Grenchen
Das Schachturnier war noch nie so stark besetzt

Im Grenchner Parktheater fand am Sonntag das 13. SoBa Rapid-Schach-Open statt. 44 Teilnehmer aus der Schweiz, Belgien, Deutschland und Serbien lockte das Turnier an, darunter 4 Grossmeister, 2 Internationale- und 5 FIDE-Meister (Weltverband).

Kaspar Haupt
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SoBa-Rapid-Open: Spannung bis in die Letzte Runde. Um das Turnier zu gewinnen brauchte Stefan Djuric, SRB, rechts noch einen Sieg.

SoBa-Rapid-Open: Spannung bis in die Letzte Runde. Um das Turnier zu gewinnen brauchte Stefan Djuric, SRB, rechts noch einen Sieg.

Kaspar Haupt

Im Parktheater fand am Sonntag das 13. SoBa Rapid-Schach-Open statt. Organisiert vom Schachklub Grenchen zählt das Turnier zu den grössten Schach-Anlässen im Kanton Solothurn. 44 Teilnehmer aus der Schweiz, Belgien, Deutschland und Serbien lockte das Turnier an, darunter 4 Grossmeister, 2 Internationale- und 5 FIDE-Meister (Weltverband).

Was in diesem Jahr besonders augenfällig war, ist die Tatsache, dass vor allem Spitzenspieler vertreten waren. Dazu kommt, dass mehr als die Hälfte der 44 Teilnehmer einen ELO-Schnitt von mehr als 2000 Punkten ausweisen, sodass das Turnier so stark wie noch nie besetzt war. Die Stärke des Teilnehmerfeldes drückt sich darin aus, dass sogar drei Spieler das Turnier ohne Niederlage beendeten.

Mit einer Bedenkzeit von 25 Minuten pro Spieler pro Runde werden sieben Runden ausgetragen. Damit erhalten auch Amateure Gelegenheit, für einmal gegen Profis anzutreten. Die Paarungen erfolgen in folgendem Modus. Wer gewinnt, trifft in der nächsten Runde auf einen Sieger, wer verliert, auf einen Verlierer. Spätestens nach der dritten Runde traten potenzielle Anwärter auf den Turniersieg gegeneinander an, sodass es in diesem Turnier kein Taktieren und Paktieren gab.

Keine Junioren und Damen

Keine einzige Dame und kein einziger Junior waren vertreten, obwohl es in diesem Turnier für die Kategorien Frauen und Junioren Spezialpreise gibt. Die beiden Turnierleiter, Helmut Löffler und André Brunschwyler vom Schachklub Grenchen, zeigten sich etwas enttäuscht, dass nicht mehr Teilnehmer erschienen sind. Vor allem die Spieler aus den umliegenden lokalen Vereinen waren nur spärlich vertreten. Hingegen fanden immer mehr Spieler aus dem nahen Ausland, vor allem Deutschland und Belgien, den Weg nach Grenchen.

In der fünften Runde besassen noch sechs Spieler, unter anderem auch der Bieler Milov Vadin, der mit 2669 ELO-Punkten die meisten Punkte aller Teilnehmer hatte, noch die Chance das Turnier zu gewinnen. In der sechsten Runde war für den fünffachen Rapid-Open-Sieger Vulevic Vjekoslav, Davos, auch der Traum um den Turniersieg ausgeträumt. Der Davoser meinte nach dem Turnier: «Es war heute nicht mein Tag, aber ich bin trotzdem auch mit meinem vierten Rang zufrieden.»

Erst in der Runde sieben machte der ein souveränes Turnier spielende Stefan Djuric aus Montecatini, Serbien, mit einem Sieg alles klar und wurde Turniersieger 2013. Dujric erspielte sich 6 Punkte. Neben Djuric blieben auch Stojanovic und Filipovic ohne Niederlage. Als bester Grenchner klassierte sich Christoph Hert, Grenchen, im 20. Rang.

Mit Stefan Djuric Bildmitte schrieb sich ein neuer Name in die Siegerliste des stark besetzten Schachturniers. Mihajlo Stojanovic aus Basel (links) klassierte sich im zweiten Rang. Dritter wurde der Neuenburger Avni Ermeni (rechts).

Mit Stefan Djuric Bildmitte schrieb sich ein neuer Name in die Siegerliste des stark besetzten Schachturniers. Mihajlo Stojanovic aus Basel (links) klassierte sich im zweiten Rang. Dritter wurde der Neuenburger Avni Ermeni (rechts).

Kaspar Haupt

Rangliste:

1. Stefan Djuric, Montecatini SRB 6. Pkt; 2. Mihajlo Stojanovic, Basel, 5.5 Pkt. 3. Avni Ermeni, Neuchatel, 5.5 Pkt; 4 Vulevic Vjekoslav, Davos, 5.5 Pkt; 5. Alexander Dgebuadze, Belgien, 5. Pkt; 6. Branco Filipovic, Basel, 5 Pkt; 7. Vadim Milow, Biel, 5 Pkt; 8. Nedeljko Kelecevic, Winterthur, 4.5 Pkt; 9. Daniel Portmann, Emmenbrücke, 4.5 Pkt; 10. Michael Pfau, Schopfheim, BRD, 4.5 Pkt.