Flughafen Grenchen
Das neue Hangargebäude ist als moderner Holzbau geplant

Architekt Ivo Erard gibt Details zum Projekt des neuen Hangargebäudes mit Rega-Hangar, Werkhof und Feuerwehrmagazin auf dem Regionalflugplatz Grenchen preis.

Oliver Menge
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Östlich des Hauptgebäudes soll das neue Gebäude zu stehen kommen.

Östlich des Hauptgebäudes soll das neue Gebäude zu stehen kommen.

Oliver Menge

Der Bau neben dem Flughafen-Hauptgebäude, in dem unter anderem die REGA ihre Ausbildungsbasis einrichten will, Schulungsräume für die European Flight Academy der Lufthansa, Aufenthaltsräume, die Garagen für die Feuerwehr- und Dienstfahrzeuge des Airports und die Werkstatt Platz finden, wird nicht, wie in der Dienstagsausgabe dieser Zeitung stand, aus Beton und Stahl gebaut, sondern aus Holz.

«Wir führen damit eine Tradition auf dem Flughafen weiter. Schon der alte Farner-Hangar ist aus Holz und wir haben diese Tradition beim neuen Hangar Ost weitergeführt», erklärt der Grenchner Architekt Ivo Erard, der mit der Konzeption betraut ist. Allerdings, so präzisiert Erard, werde der Bau auf einer Betonplatte zu stehen kommen, die auf über 90 Pfählen liegt, die 15 Meter tief in den Boden gerammt werden.

«Auf dem Flughafen zu bauen ist sensibel, weil das während des Betriebs passieren muss und man in keiner Weise die Sicherheit gefährden darf», erklärt der Architekt. Aus diesem Grund werde man die Bauarbeiten eng mit der Flugsicherung und dem Flughafen absprechen und sie so kurz wie möglich halten. «Wir werden mit vorgefertigten Elementen arbeiten. Diese Holzelemente werden extern erstellt und am Flughafen lediglich zusammengebaut.»

Zum neuen Tower sagt Erard: «Der alte Tower bleibt in Betrieb, auch wenn der neue schon fertig gebaut ist und auf dem Neubau montiert ist.» Die mit der Flugsicherung betrauten Personen hätten dann ihren Arbeitsplatz im neuen, höheren und übersichtlicheren Tower, die technische Infrastruktur bleibe aber zu einem grossen Teil am bisherigen Ort und werde erst nach und nach in den Apparateraum unter dem neuen Tower gebracht. Der neue Tower werde mit dem alten verkabelt.

Obwohl aus Holz, sei das neue Gebäude in Sachen Brandschutz auf dem allerneusten Stand. «Heutzutage hat man das im Griff», so Erard. So werden spezielle Isolationsmaterialien verwendet und spezielles Glas. Der Neubau wird auch an die Brandmeldeanlage des Flughafens angeschlossen. «Bei einem Alarm öffnen sich die Tore schon, bevor die Feuerwehrmannschaft eintrifft.»

Das Plangenehmigungsverfahren des Bundesamtes für Zivilluftfahrt Bazl sei aufwendig und werde in enger Kooperation mit allen Beteiligten durchgeführt. Das neue Gebäude möchte man im Herbst 2019 beziehen. «Wenn alles gut geht, rechne ich mit dem Baubeginn im Februar 2019.»