Im Lindenhaus hat die 36. Generalversammlung der Interessengemeinschaft Spielplätze Grenchen stattgefunden, zu der auch die offene Jugendarbeit Lindenhaus und Midnight Grenchen (ein Sportangebot) gehören. Die GV stand im Zeichen der Erfolge, den das neue Lindenhaus-Team mit Tamara Moser (Leitung) und Julia Flückiger bei den Besucherzahlen vorweisen konnten. So konnte die Besucherzahl im Lindenhaus von 1600 im Jahr 2016 auf 7000 Besucher gesteigert werden.

Co-Präsident Matthias Meier-Moreno dankt im schriftlichen Jahresbericht dem Vorstand und den Mitarbeitenden. «Erfreut kann ich feststellen, dass sehr gute Arbeit geleistet wurde und wir auch weiterhin gewillt sind, mit weniger finanziellen Möglichkeiten sehr gute Arbeit zu leisten.» In Verhandlungen, die Meier-Moreno als fair bezeichnet, habe man sich mit der Stadt geeinigt, 25'000 Fr. einzusparen.

Damit sei aber auch klar, dass künftig Rückzahlungen an die Stadt nicht mehr im selben Umfang möglich sein werden. Im Durchschnitt habe das Lindenhaus jeweils 12'000 Fr. aus Überschüssen an die Stadt zurückerstatten können – einerseits Erträge an eingenommenen Mieten und andererseits Gelder, die nicht verwendet worden waren.

«Wir konnten die Sparmassnahmen umsetzen, ohne unsere Leistungen massgeblich kürzen zu müssen», ergänzt Meier-Moreno auf Anfrage. Insbesondere habe man auch die zwei 80% Pensen des Teams beibehalten können. «Aber wir mussten etwas kleinere Brötchen backen, machten gewisse Abstriche bei grösseren Projekten und mussten teils mit innovativen Ideen den Sparauftrag umsetzen.» Die Tatsache, dass der Mittagstisch nicht mehr im Lindenhaus stattfindet, falle nicht ins Gewicht, da dies früher als eigenständiges Projekt gelaufen sei und insofern keinen Einfluss auf das Lindenhaus gehabt habe. «Das wurde sauber abgeschlossen», so Meier-Moreno.

Chantal Heusser, Co-Präsidentin Spielplätze, spricht in ihrem Jahresbericht von einem «ruhigen Jahr». Mit Annik Ory sei jetzt eine Leiterin für die Spielplätze Lerchen und Röti gefunden worden.

Midnight Grenchen

Eine positive Entwicklung konnte auch Sarah Schwab, Leiterin «Midnight Grenchen», vermelden. Das Präventions- und Jugendförderungsprojekt an Samstagabenden in der Doppelturnhalle hat 2017 28 Veranstaltungen durchgeführt mit 1360 Teilnehmerinnen und Teilnehmern (Vorjahr: 31 Veranstaltungen mit 1237 Teilnehmenden).

Beliebte Sportarten waren nebst Fussball auch Basketball und Volleyball. Die Kosten der drei Aktivitäten werden schwergewichtig von der Stadt getragen. Sie hat 2017 folgende Beträge aufgewendet. Spielplätze 60'000 Fr., Lindenhaus 207'000 Fr. und Midnight 16'000 Fr.

An der nächsten Gemeinderatssitzung vom kommenden August ist der Controlling-Bericht der offenen Jugendarbeit traktandiert. Er enthält eine detaillierte Statistik zum Lindenhaus-Besuch. Dieser zeigt, dass 35 Jugendliche das Jugendhaus mindestens einmal wöchentlich besuchen und 87 das Angebot regelmässig nutzen. «Alle Besucherinnen und Besucher müssen sich zwar bei uns eintragen, aber in der Statistik weisen wir nur diejenigen Kinder und Jugendlichen aus, die regelmässig ins Lindenhaus kommen», erklärt Meier-Moreno. Von den 7011 Eintritten waren 4976 Buben und 2935 Mädchen, 5478 Ausländer und 1533 Schweizer.

Das Gros gehört der Altersgruppe 10–16 Jahre an. Markant gesteigert wurden auch die Beratungsgespräche mit Jugendlichen. 196 Gespräche wurden geführt, gegenüber 12 im Vorjahr; in je 20 Fällen wurde Hilfe bei der Bewerbung bzw. Aufgabenhilfe geleistet.
Die Jugendkommission sei momentan zusammen mit dem Lindenhaus daran, den Controlling-Bericht zu vereinfachen und etwas verständlicher zu gestalten, da immer wieder Fragen auftauchten, die man eigentlich vermeiden könnte. «Sobald wir eine bereinigte Vorlage haben, werden wir sie dem Gemeinderat vorlegen, der sie absegnen muss.
Leistungsauftrag für Spielplätze
Die Stadt ist zurzeit daran, zusammen mit der ISG ein Spielplatzkonzept zu erstellen und eine Leistungsvereinbarung auszuarbeiten. Ferner sollen die Spielplätze mit Integrationsprojekten versehen werden, um kantonale und eidgenössische Fördergelder beauftragen zu können. «Man darf sagen: Wir sind auf gutem Kurs», so Meier-Moreno.