Stadtbummel Grenchen

Das lange Osterwochenende

Aufgereihte Goldhasen des Schweizer Schokoladenherstellers Lindt. (Archiv)

Aufgereihte Goldhasen des Schweizer Schokoladenherstellers Lindt. (Archiv)

Entschuldigen Sie bitte, werter Leser, werte Leserin, dass ich Ihnen das lange Wochenende unterbreche mit diesem Stadtbummel. Weil, wenn Sie diese Zeilen lesen, hatten Sie idealerweise schon einen Tag frei und es folgen noch zwei. Jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, ist noch ganz gewöhnlicher Courant normal, ein Wochentag, wie jeder andere. Nur: Seit gefühlten Monaten werde ich daran erinnert, dass dieses schöne, lange Osterwochenende vor der Tür steht. Seit Wochen stolpert man beim Einkaufen ständig über spezielle Osterspielsachen oder stösst sich an grossen Körben, zum Brechen gefüllt mit farbigen Kalorienbömbchen wie Schoggieier, Goldhasen, Marzipanhühnern und und und.

Den berühmten Goldhasen mit Glöckchen gibt’s übrigens auch für Kalorienbewusste als knuffigen Plüschhasen, schon gewusst? Ich weiss das seit Wochen! Auch dass ein Grossverteiler so «herzige» Plüschtiere mit schrecklichen, grossen aufgemalten Comicaugen zu verschenken hat, weil die ständig im Fernsehen von Kinderhänden auf einen Tisch geknallt werden und komische Sachen sagen. Dazu gibt es überall spezielle Angebote – Osterlamm, Ostergitzi, Osterfladen, Osterbrot, Osterchüechli, Osterweggen – tonnenweise gefärbte Ostereier stehen zum Verzehr bereit – neueste Studien sagen ja, dass die betreffend Cholesterin gar nicht so schädlich sein sollen. Wer’s glaubt ...

Ostern beschert den meisten Werktätigen zwei kurze Arbeitswochen. Und diejenigen Menschen, welche im Einsatz sind – meist sind es ja Leute, die irgendetwas Gutes tun, in der Pflege oder im Spital arbeiten, auf Pikett sind für Notfälle aller Art, dafür sorgen, dass man sicher von A nach B kommt oder sich privat engagieren, finden hoffentlich auch Zeit zum Eiertütschen. Die besten Ostereier findet man übrigens immer noch auf dem Märet, der diese Woche schon am Donnerstag stattfand und an dem die wunderschönen, handgefärbten Ostereier aus Staad reissenden Absatz fanden.

Was war sonst noch? Ach ja: Grenchens berühmtester Physiotherapeut hat seinen eigenen Weltrekord verbessert: Über 43 Kilometer hat Jan Swager van Dok auf der Bahn innert einer Stunde zurückgelegt. «Kunststück, ohne Gegenverkehr», hörte ich einen frotzeln. Das soll ihm aber erst einer nachmachen, und danach auch noch direkt arbeiten gehen. Chapeau vor dieser Leistung. Ebenso Chapeau vor der Leistung eines Klubs, der in Grenchen viele Fans hat, dem EHC Biel. Nach 28 Jahren steht man erstmals wieder in einem Halbfinale und schlägt den Gegner im ersten Spiel gleich so deutlich mit 7 zu 3. Wetten, Hansruedi Zumstein vom BGU hat keine freien Plätze mehr in seinem Extrabus nach Lugano?

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