Industriezone Grenchen
Das Land wird knapp

Kommentar zur Entwichlung der Industriezone in Grenchen von Andreas Toggweiler.

Andreas Toggweiler
Andreas Toggweiler
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Oliver Menge

Die Industriezone an der Neckarsulmstrasse scheint heiss begehrt. Nur so lässt sich erklären, dass die Grenchner Behörden die Expansionspläne eines einheimischen Unternehmers zurückstutzen. Und sich offenbar auch nicht unter Druck setzen lassen mit dem Argument, die Fabrik werde nun halt anderswo gebaut.

Glaubt man dem Stadtpräsidenten, wird die Stadt regelmässig angefragt für Industrieland in diesem Gebiet. Das Filetstück direkt am Autobahnzubringer gilt als Entwicklungsgebiet gar überkantonaler Dimension.

Die Stadt ist in der Zwickmühle. Man hofft, vor allem neue, zusätzliche Arbeitsplätze anzusiedeln, und wartet darauf, dass ein grosser Fisch anbeisst. Offenbar ist man auch etwas gebrannt von der bisherigen Entwicklung an dieser Ecke der Stadt.

Eine Ansiedlung mithilfe der kantonalen Wirtschaftsförderung war nach wenigen Jahren in Konkurs und das bisher flächenmässig grösste Areal wird von einer Logistikfirma belegt. Die Stadt hofft aber auf mehr Wertschöpfung pro Quadratmeter. Das neue Raumplanungsgesetz lässt grüssen. Bauzonen können nicht mehr beliebig vergrössert werden.

Kommt dazu, dass die Swatch Group im fraglichen Gebiet noch Land hortet, das sie in absehbarer Zeit wohl kaum selber brauchen wird. Die Situation ist vertrackt, guter Rat teuer.

Doch auch die Firma Tschudin muss sich gut überlegen, ob sie nicht lieber den Spatz in die Hand nehmen will, statt auf eine Einzonung in Selzach zu hoffen; zumal sie das Land in Grenchen ja schon besitzt. Sie wird aufgrund des selbst auferlegten Zeitplans so oder so Übergangslösungen suchen müssen.

andreas.toggweiler@azmedien.ch

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