Um alles für den Mooreball perfekt zu machen, hat sich das Organisationsteam vom Verein „Fönny-Mönday“ wie jedes Jahr richtig ins Zeug gelegt und das Music Center des Kakadus in das traditionelle Hawaii-Kleid gesteckt. Die Arbeit hat sich gelohnt, denn am Montagabend fanden sich zweihundert Fasnächtler ein, die noch einmal der Narrenzeit alle Ehre machten und ausgelassen feierten.

Dabei bewiesen die Anwesenden in ihrer Kostümierung viel Kreativität, sodass eine Vielfalt entstand, die breiter kaum hätte sein können; da ein Vampirbaron und ein Bugs Bunny, dort ein Pinguin, Nintendo-Helden, eine Banane, nach Beute suchende Haifische und ein Brasilianer, der an die letztjährige WM erinnerte.

Burg mitgebracht

Gleich samt Burg zog der Hofstaat der „Zünftigen Bettlacher“ ins Kakadu ein. War der Turm-Wagen samt praktischer Ablagefläche für Getränke, erst einmal von Rittern und Hofdamen in der Ecke postiert, konnte man immer mal wieder ein Mitglied in deren Innern sehen, das die Bettlacher-Fahne schwingen liess. Es ist die erste Fasnacht der im letzten Juni gegründeten Zunft. Das Ziel der zwölf Mitglieder: Die Fasnacht von Bettlach zu unterstützen. Für ihre Premiere-Fasnacht haben sie ein Motto ausgewählt, das auf Bettlach bezogen ist: Es geht um das Mittelalter und die Ritterzeit, ihr Turm ist das „Bettle Schloss“, natürlich im Miniaturformat.

Ein wenig weiter sind das alte Paar Liseli mit „Chopftüechli“ und Wälti mit Stock unterwegs und am anderen Ende des Raumes prostet sich eine bunte Gruppe zu, unter ihnen ein Spiderman, zwei Kampfroboter und eine weibliche Robin Hood samt Pfeil und Bogen. Nur einen Hut hat sie nicht, stattdessen hat sie sich mehrere Federn ins Haar gesteckt.

Das Kakadu hat sich bewährt

DJ Fetty aus Grenchen legte am diesjährigen Mooreball die Musik auf und liess es so richtig krachen. Auch die Guggen „Schnabuwetzer“ (Selzach) und Krachwanzä (Bettlach), die im Verlauf des Abends auftraten, sorgten für die richtige Stimmung und begeisterten das anwesende Fasnachtsvolk.

Präsident von „Fönny-Mönday“ Michael Bur ist zufrieden. „Es war super Stimmung“, beschreibt er am Ende des Anlasses, der bis drei Uhr morgens dauerte. Es ist das zweite Mal, dass der Mooreball im Kakadu stattfindet und er hat sich klar als Veranstaltungsort bewährt, obschon das Lokal ein bisschen weniger Platz bietet als die St-Klemenz-Kirche, wo der Mooreball davor durchgeführt wurde. „Da wir letztes Jahr so viele gute Rückmeldungen erhalten haben, war für uns der Fall klar“, so Bur. Mit dem jetzigen Besitzer des Kakadus sei man in gutem Gespräch.

Das Kapo-Kässeli, das mit Polaroid-Kamera Fotos schoss, wurde als bestes Kostüm auserkoren. Somit konnten sie den traditionellen Preis, ein Spanferkel, mit nach Hause nehmen.