«Das Grenchner Jahrbuch soll nicht zuletzt mithelfen, das Grenchner Wir-Gefühl zu pflegen», sagte Thomas Schärli, Leiter der Redaktionskommission, anlässlich der Buchvernissage vom Montag im Zwinglihaus.

Denn manchmal könnten Grenchner durchaus mit etwas mehr Selbstbewusstsein auftreten. Ein Blick ins Jahrbuch zeige, dass man im vergangenen Jahr viel erreicht, geschaffen oder erlebt habe. Dies soll mit dem Jahrbuch möglichst vielen vermittelt werden.

Wir-Gefühl schaffen

«Gemeinsam zurückzuschauen, sich zu freuen oder bisweilen auch zu ärgern. Auch das schafft Wir-Gefühl», sagte Schärli und dankte der Stadt, deren finanzielle Beiträge nun schon zum 44. Mal das Erscheinen des Grenchner Jahrbuchs möglich gemacht hätten.

Stadtpräsident François Scheidegger gab diesen Dank dem Gemeinderat weiter. Der Entscheid Anfang der 1970er-Jahre, ein Grenchner Jahrbuch herauszugeben, habe eine Publikation geschaffen, welche heute zu einer wichtigen Plattform für das gesellschaftliche Leben in Grenchen geworden sei und welche Meilensteine des kulturellen, sportlichen und wirtschaftlichen Lebens der Stadt festhalte. Dass dazu Kunstschaffende die Möglichkeit erhalten, mit Darstellungen ihrer Werke das Jahrbuch auszuschmücken, sei eine Bereicherung.

Bilder von Markus Leibundgut

Für den künstlerischen Schmuck dieser Ausgabe zeichnet der Bettlacher Markus Leibundgut, der sein Atelier an der Moosstrasse in Grenchen hat. Dass der Künstler in verschiedenen Techniken zu Hause ist, wird dabei ersichtlich.

Scheidegger bedankte sich auch beim Redaktionsteam mit Thomas Schärli, Peter Brotschi, Salome Moser und André Weyermann, welches «mit offenen Augen und Ohren durch die Stadt geht» und für einen interessanten Themenmix gesorgt habe. Unterstützt wird die Publikation ferner von Beiträgen des Kantons, der Bürgergemeinde Grenchen, der SWG und der Däster-Schild- sowie der Mathys-Stiftung.

Das Jahrbuch enthält diesmal über 30 Beiträge von 14 verschiedenen Autoren, darunter Schwerpunktbeiträge zum 100-Jahr-Jubiläum des Grenchenbergtunnels, zur Kleintiersiedlung im Eichholz (welche die Inspiration zur Umschlaggestaltung durch Marco Leuenberger lieferte) und zur hiesigen Kirchen- bzw. Religionslandschaft.

Es werden Institutionen vorgestellt, die ein Jubiläum feiern konnten wie die Stiftung Schmelzi (20 Jahre), die Repla Grenchen-Büren (50), der Rotary Club Grenchen (50), Grenchen Tourismus (50) und die Grafik-Triennale (20. Ausgabe) sowie die Firma Ryf AG porträtiert, welche ebenfalls vor 50 Jahren gegründet wurde.

Ferner werden Kultur- und Sportpreisträger vorgestellt, aber auch Persönlichkeiten gedacht, welche verstorben sind. Und wie immer werden politische Ereignisse gewürdigt, allen voran das Nein des Kantons zur Pistenverlängerung Ost. 

Das Grenchner Jahrbuch (Preis Fr. 20.–) ist ab Mittwoch, 9. Dezember, an folgenden Orten erhältlich: Buchhandlung Lüthy Balmer Stocker, Grenchen Tourismus/BGU-Büro, Kultur-Historisches Museum, Kunsthaus, Kiosk Marktplatz, Restaurant Grenchner Hof, im Stadthaus sowie am Stand des Künstlerarchivs am Grenchner Weihnachtsmarkt vom 11. bis 13. Dezember. Frühere Ausgeben des Jahrbuches sind im Internet einsehbar