Dies ist ein Schätzwert für das zweistufige Bieterverfahren, das in einer ersten Phase bis 30. April dauert. Bis zu diesem Zeitpunkt können Kaufinteressenten ein unverbindliches Angebot unterbreiten. Die Meistbietenden werden zu einer zweiten Bieterrunde eingeladen.

Hat die Stadt Grenchen auch geboten oder wird dies noch tun? Immerhin hat Stadtpräsident François Scheidegger auch schon Interesse signalisiert für das Gebäude, das in direkter Nachbarschaft zum Hôtel de Ville steht. Denn die Stadt möchte  teure Mietverhältnisse reduzieren und Büros möglichst in eigenen Liegenschaften betreiben. Es wurde auch bereits ein Architekturwettbewerb für einen Erweiterungsbau durchgeführt.

«Ja, wir haben Interesse signalisiert», bestätigt Scheidegger. Ob die Stadt ein Angebot macht, lässt Scheidegger offen. Er habe eigentlich gedacht, dass die Stadt  ein Vorkaufsrecht hätte. «In diesem Sinn hat sich nämlich der Vorgänger des jetzigen Wirtschaftsministers geäussert», so Scheidegger. Es gebe diesbezüglich noch einige offene Fragen. 

Arbeitsplätze gehen vor

Die Stadt sei allerdings nicht bereit, jeden Preis zu bezahlen. Insbesondere stehe man gerne zurück, wenn die Privatwirtschaft im BWO-Gebäude Arbeitsplätze schaffe. Ende September 2018 hatte die Stadt bereits den Kanton angefragt, ob dieser bereit wäre, Arbeitsplätze der kantonalen Verwaltung nach Grenchen in dieses Gebäude zu verschieben. Der fünfgeschossige Bau aus den 1990er-Jahren bietet Platz für bis zu 100 Arbeitsplätze.
Im November 2018 kam ein abschlägiger Bescheid aus Solothurn. «Wir teilen Ihnen hiermit mit, dass derzeit keine Standortwechsel kantonaler Dienststellen in diesem Umfang zur Diskussion stehen.», beschied der Regierungsrat am 5. November.

Der Bundesrat hat letztes Jahr beschlossen, dass das BWO 2021 nach Bern umzieht und redimensioniert wird. Der Kanton Solothurn verliert damit das einzige Bundesamt auf seinem Gebiet. Das BWO wurde im Jahr 1995 eröffnet.