Bauprojekt
Das Geld soll da sein – Kommt jetzt die Grenchner Moschee?

Man habe über 2 Millionen Franken gesammelt und wolle im März mit dem Bau beginnen, heisst es bei der albanisch-islamische Gemeinschaft Grenchen. Mit dem Bau kanns jedoch noch nicht losgehen.

Andreas Toggweiler
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Auf dieser Parzelle soll die Grenchner Moschee entstehen.

Auf dieser Parzelle soll die Grenchner Moschee entstehen.

Die albanisch-islamische Gemeinschaft Grenchen (AIG) hat nach eigenen Angaben genug Geld gesammelt, um mit dem Bau der geplanten Moschee an der Maienstrasse beginnen zu können. Dies sagt Isa Ismaili, Vorstandsmitglied der AIG, auf Anfrage. Im vergangenen November hiess es, man stehe kurz vor dem angestrebten Sammelziel.

«Wir haben jetzt 2 Millionen und 25'000 Franken gesammelt. Genau so viel kostet die Moschee», sagt Isa Ismaili. Somit rechne man, im kommenden März mit dem Bau beginnen zu können. Laut Ismaili stammt alles Geld von Schweizer Spendern.

Nachweis liegt noch nicht vor

Bereits ist man auf der Grenchner Bauverwaltung vorstellig geworden. Er sei von der AIG mündlich informiert worden, dass das Geld für den Bau der Moschee nun beisammen sei, bestätigt Stadtbaumeister Daniel Gäumann.

Allerdings: «Der von der Stadt geforderte schriftliche Finanzierungsnachweis konnte noch nicht vorgelegt werden», sagt Gäumann. Somit dürfe mit dem Bau noch nicht begonnen werden. Beim Erteilen der Baubewilligung 2013 hatte die Stadt einen Finanzierungsnachweis gefordert, beispielsweise durch Hinterlegung der Bausumme auf einem Sperrkonto, das treuhänderisch verwaltet wird.

Eine erste Baubewilligung war 2013 unbenutzt verfallen, da die AIG das für den Bau benötigte Geld nicht beibringen konnte. Das zweite Baugesuch wurde nur unter der erwähnten Auflage erteilt. Damit wollte man die Gefahr einer Bauruine zumindest mindern. Wenn einmal mit dem Bau begonnen wird, könne die Stadt allerdings keine Frist setzen, bis wann das Bauwerk fertiggestellt sein muss, betont Gäumann.

Zeit bis 15. April

Ismaili rechnet mit einer Bauzeit von zwei Jahren. Eigenleistungen durch die 140-köpfige AIG seien dabei keine vorgesehen. «Alles wird von einer Baufirma realisiert.» Den Finanzierungsnachweis stellt er bis Ende Januar in Aussicht. Dieser werde zusammen mit weiteren Unterlagen vom Architekten eingereicht.

Laut AIG soll auf der Parzelle hinter dem Howeg-Gebäude ein etwa 8 Meter hohes Gebäude mit einer Kuppel entstehen, das 200 Gläubigen Platz bietet. Zudem sind 53 Parkplätze eingeplant. Am kommenden 15. April verfällt die schon einmal verlängerte Baubewilligung endgültig.