Die Idee stammt ursprünglich von den G-Town Gigolos, die die Dolce-Vita Zunft zum Mitmachen anfragten. Spontan sagten die Narren zu, halfen beim Dekorieren und betreiben die Bar.

Das «Dolce» ist für viele Heimat

Beim Besuch bedeckt ein dicker Teppich mit schwarzen Konfetti bedeckt den Fussboden. Die Farben Gold und Schwarz dominieren, eine rote «Freiheitsstatue» erinnert an die Phase «rusch». «Zehn Jahre seines Lebens hat er hingegeben», frotzelt jemand lachend und zeigt auf die Lichtinstallation von Yanick Zumstein. Er hat die aufwendige Schrift «DISKO» verkabelt. Der Dolce-Vita-Narr ist Oberchessler und legt zusammen mit Rolf Schild von den G-Town-Gigolos auf.

Der legendäre Fasnachtssonntag 2004

Hinter dem Tresen stehen Angehörige der Zunft. Monika Fumasoli zapft ein Bier und erinnert sich an den legendären Fasnachtssonntag 2004, als das Lokal zum Kreissaal der Zunft wurde. In feuchtfröhlicher Stimmung kam die Idee auf, eine eigene Zunft zu gründen. Fumasoli versammelte in der Folge Interessierte, nannte Anforderungen, Aufgaben und Pflichten der künftigen Zünftler. Die Begeisterung damals war gross und sie hält an.

Fumasoli führt seither die Dolce-Vita Zunft. «Eine Bieridee, die sich bewährt hat», resümiert Patrick Füeg. Seither fällt die Zunft auf mit originellen Fasnachtswagen, Kostümen und Beizendekorationen. Für viele ist das «Dolce» alte Heimat, sie kommen für die Fasnachtszeit gerne zu den Wurzeln zurück.

Die Stimmung im Lokal ist gut, mit dem Aufmarsch sind die Macher zufrieden. Dies ist wichtig, müssen sie den grossen Aufwand, Bewilligungen und Miete mit dem Erlös berappen. Nach dem Bööggverbrennen bietet sich die letzte Gelegenheit, sich ins Gewühl im «Dolce» zu stürzen.