Ehrverletzung

Cyber-Mobbing an Grenchner Schule: Zwei Anzeigen sind eingegangen

Cybermobbing kann weitreichendere Folgen haben als herkömmliches Mobbing. Denn die Verletzung der Intimsphäre findet vor einem grösseren Publikum statt.

Nachdem am Wochenende bekannt wurde, dass es an der Grenchner Schule zu Cyber-Mobbing gegenüber Mitschülern und Lehrkräften gekommen ist, sind bei der Kantonspolizei in diesem Zusammenhang zwei Anzeigen eingegangen.

Polizeisprecher Andreas Mock erklärt auf Anfrage. «Zwei Personen haben vergangene Woche Anzeige erstattet wegen Ehrverletzung», so Mock. Die Ermittlungen seien aufgenommen worden, dies unter Einbezug der Jugendpolizei, erläutert der Polizeisprecher. Bei der Stadtpolizei sind bis anhin keine Anzeigen eingegangen.

Schule kann nicht anzeigen

Rund 200 Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule hatten eine so genannte «Beicht-Seite» auf dem Internetportal Instagram abonniert, auf der die inkriminierten Äusserungen gepostet wurden. Die Schule hatte in der Folge alle Eltern per Schreiben über die Vorkommnisse orientiert und auf die Möglichkeit einer Strafanzeige hingewiesen.

Die Schule selber könne keine Anzeige erstatten, erklärte Gesamtschulleiter Hubert Bläsi, dies müssten die Geschädigten machen. Zwei haben sich nun zu diesem Schritt entschlossen. (at)

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