Grenchen
CVP will nach Kündigung der Stadtbaumeisterin das Auswahlverfahren überprüfen

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Wer Baumeister in Grenchen ist, sollte auch hier leben, findet die CVP.

Wer Baumeister in Grenchen ist, sollte auch hier leben, findet die CVP.

Hanspeter Bärtschi

Die CVP Grenchen habe die Kündigung der Stadtbaumeisterin Drazenka Dragila-Salis mit Bedauern zur Kenntnis genommen, teilt die Partei am Mittwoch mit. «Damit erfahren die Beruhigung der Personalsituation auf der Baudirektion sowie diverse Projekte von Bedeutung, wie etwa die Neugestaltung des Platzes beim Bahnhof Süd, einen herben Rückschlag.»

Nach der Meinung von Konrad Schleiss, Gemeinderat und Präsident der Baukommission, sei Dragila-Salis über «Kleinkram gestolpert». Dieses Argument, dass das Amt mit zu viel «Kleinkram» belegt sei, lässt die CVP nicht gelten. In jeder Führungsposition habe man solche Dinge zu bewältigen und könne sich nicht nur den grossen «Würfen» widmen.

Für die CVP Grenchen ist nach dieser erneuten Kündigung der Zeitpunkt gekommen, das seitens des Personalamtes angewendete Auswahlverfahren zu hinterfragen. «Die Gemeinderäte Peter Brotschi und Matthias Meier-Moreno stellen sich klar hinter die Forderung, dass künftige Abteilungsvorsteherinnen und -vorsteher wieder zwingend in Grenchen ihren Wohnsitz haben müssen», heisst es.

«Eine starke persönliche Identifikation mit Grenchen und seinen Einwohnerinnen und Einwohnern ist für eine solche Stelle unbedingt notwendig», schreibt die Partei. Bei Arbeitnehmerinnen und -nehmern, die von irgendwo in der Schweiz nach Grenchen pendeln, fehlt auch das für ein solches Amt wichtige Netzwerk in der Region. (mgt)

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