Stars and Dinner

Costa Cordalis: «Heute Abend woll’n wir feiern»

Ein leckeres Abendessen, lauter klingende Namen auf dem Programm, 550 gut gelaunte Gäste - und immer wieder begeisterter Applaus: So lauten die Eckwerte von «Stars and Dinner», das am Samstagabend in der Tennishalle über die Bühne ging.

«Viva la Noche», singt Costa Cordalis. «Heute Abend woll'n wir feiern.» Genau das haben sich wohl auch die Veranstalter gesagt. Und so haben Thomas Vogt und Fernsehmoderator Sascha Ruefer - beide Mitorganisatoren des «Uhrencup» - den Grenchner Schlagerabend gemeinsam auf die Beine gestellt. Vergangenes Jahr zum ersten Mal. «Wir dachten, das wird ein einmaliger Event», erzählt Vogt. «Aber das Feedback von Besuchern und Künstlern war so gut, dass wir es wieder machen wollten.»

Zweitausgabe ist um 200 Leute geschrumpft

Auch Sascha Ruefer schwärmt: «Es ist uns letztes Jahr gelungen, der Stadt Grenchen etwas Besonderes zu bieten. Jetzt wollen wir zeigen, dass das nicht nur ein Zufallstreffer war.» Nach den 750 Zuschauern am «Stars and Dinner» von 2011 ist die Zweitausgabe zwar um 200 Leute geschrumpft, aber Ruefer kann diesem Umstand gar etwas Positives abgewinnen: «So bleibt es wirklich ein Abend unter Freunden.»

Schenk mir ein Foto - kein Video

Dass beim Schlager und der Volksmusik nicht immer alles politisch ganz korrekt bleibt, kennt man ja von Karl Moik. Und so sagt Ruefer den ersten Star - Energiebündel und Stimmungsmacher Marc Pircher - mit den Worten an: «Er ist ein richtiger Österreicher und, im Gegensatz zu vielen anderen, sogar ein sympathischer.»

Kurz darauf heizt Pircher mit «Schatzi, schenk mir ein Foto» auf den Lippen dem Publikum schlagerwürdig ein und macht die Zuschauerinnen in der vordersten Reihe - mit mässigem Erfolg - darauf aufmerksam, dass sie zwar fotografieren, aber nicht filmen dürfen.

Der bärtigste Komiker der Schweiz

Weniger Schlager, aber umso mehr Humor bringt Peach Weber auf die Bühne. «Manch einer wird sich fragen, wieso ich für heute engagiert wurde - ich mich auch», gesteht der bärtigste Komiker der Schweiz und klärt auf: «Man wird nicht engagiert, weil man gut ist, sondern weil man Beziehungen hat. Ich kenne Sascha schon lange: Wir sind zusammen vier Jahre lang in die erste Klasse gegangen.» Was Costa Cordalis hier verloren hat, ist ihm hingegen sofort klar: «Die Griechen brauchen Geld.»

Ruefer versucht sich als Sänger

Bevor aber der Dschungelkönig und Schlagerdauerbrenner seinen Auftritt hat, versucht sich noch Showmaster Ruefer als Sänger und stimmt mit dem Publikum ein Lied an. Das sei hier einfach trotzdem mal erwähnt, auch wenn Ruefer instruiert: «Dass ich hier gesungen habe, erzählt ihr niemandem!»

Den Abschluss machen die Volksmusik-Rocker von «Chue-Lee». Doch vorher geben schliesslich Cordalis und sein Sohn Hits wie «Anita» und «Viva la Noche» zum Besten, animieren das Publikum zum Sirtaki-Tanzen. Gesungen wird live, Gitarre gespielt auch. Mehrheitlich zumindest.

Der Rest der Musik stammt aber ab Band und so passiert es denn, dass der Tontechniker als Zugabe versehentlich nochmals «Viva la Noche» laufen lässt. Costa nimmt's gelassen. Und die Zuschauer dürfen erneut ihr Motto mitsingen: «Heute Abend woll'n wir feiern.»

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