Es war eine beeindruckende Besucherschar, welche sich im «Airport» zusammengefunden hatte, um mit Peter Traub Senior seine Ernennung zum 21. «Chappeli-Tüfel» zu feiern. Die Auszeichnung für ein Grenchner Original wird durch ein privates Komitee und mit Unterstützung der Baloise Bank SoBa seit 1987 in regelmässigen Abständen einem Grenchner oder einer Grenchnerin verliehen, welche auf originale Weise- «original» im ursprünglichen Sinne von «echt»- im gesamtgesellschaftlichen Bereich durch besondere Leistungen auffällt und für die Region Grenchen und ihre Bevölkerung positiv in Erscheinung tritt.

Peter Traub, Geschäftsmann, Hotelier, Restaurateur, Jäger und Fasnächtler bezeichnete diese Ehrung als unerwartet. Fügte aber auch bei: «Wenn ich alles zusammenzähle, was ich in unserer Stadt geleistet habe, so entspricht dies dem Anforderungsprofil für diese Auszeichnung.»

Wenn er dies sagt, so hat es nichts mit Angeberei zu tun. Vielmehr mit Authentizität, eine der herausragenden Charakterzüge des Geehrten. Peter Traub ist einer, der offen auf die Leute zugeht, der im geschäftlichen Bereich die Dinge beim Namen nennt, der aber gleichzeitig dank seinem Schalk und seinem trockenen Humor als Schlichter auftreten kann.

Die Anfänge waren bescheiden

Seine Ernennung zum Chappeli-Tüfel fällt just in die Zeit, als es (wieder einmal) Diskussionen um die Ausrichtung der «mia» gab. Diese hatte er einst zusammen mit Jürg Möri und Hansueli Wirth aus der Taufe gehoben. Klar, habe ihm das weh getan. Er hoffe aber, dass nun alles in «trockenen Tüchern» sei, auch wenn Messen wie die «mia» heute weniger gefragt seien als auch schon.

Wer Peter Traub sagt, denkt zumeist auch an die Firma Fotra, welche er zusammen mit seiner Frau Linda – sie war ihm in all den Jahren eine wichtige Partnerin und Stütze – vor 45 Jahren gegründet hat. Die Anfänge waren bescheiden, aber schon damals konnten Vereine und Veranstalter auf die Dienste der Beiden zählen, auch zu ungewohnten Zeiten oder am Wochenende.

Später folgte der Bau des neuen Logistik- und Lagerzentrums unweit des ursprünglichen Standortes an der Niklaus-Wengistrasse. Der eh schon gute Ruf als verlässlicher Partner für Catering, Betreiber von Festwirtschaften, Gastro- und Getränkehandel wurde weit über die Stadtgrenze hinaus zementiert.

Wichtiges und beliebtes gesellschaftliches Zentrum

«Als in den 90-er Jahren das Flugplatz-Restaurant schwächelte, fragte Peter Traub alle seine Freunde «unter vier Augen», ob er es übernehmen sollte. Mit seiner Frau Linda baute er es schliesslich zum modernen Airport-Hotel mit 44 Zimmern, praktischen Restaurant- und Kongressräumen, geräumigen Terrassen und einem attraktiven Kinderspielplatz aus.

Hotel und Restaurant wurden zu einem «wichtigen und beliebten gesellschaftlichen Zentrum in Grenchen», beschrieb Laudator Hubert Bläsi als Präsident des Chappeli-Tüfel- Komitees einen weiteren Meilenstein im Leben und Wirken von Peter Traub.

Familienmensch Peter Traub ist selbstverständlich stolz darauf, dass seine Söhne Peter Junior (Bubu) und John die Betriebe übernommen haben. Seine Frau und er sind noch heute oft in den verschiedenen Firmen anzutreffen, packen an, wenn helfende Hände gefragt sind.

Facettenreicher Preisträger

Hubert Bläsi kam noch auf weitere Facetten des Preisträgers zu sprechen. So erwähnte er seine Passion für die Jagd, die er in der Schweiz und in Frankreich auslebt. «Und in Deutschland hilft er, der Wildsauplage Herr zu werden», führte er augenzwinkernd aus.

Daneben betätigte er sich auch als leidenschaftlicher Fasnächtler, und nur sein grosses Arbeitspensum verhinderte, dass er das Amt des Obernarren antrat. Der Laudator nannte im Weiteren die Gründung und Organisation des Uhrencup-Festes: «Dazu war er stets ein wichtiger Partner beim Grenchner Fest und bediente bedeutsame Anlässe mit nationaler Ausstrahlung.»

Die Vergabe des «Chappeli-Tüfels» wurde mit Speis und Trank sowie musikalischer Umrahmung seitens der nimmermüden Hilari-Musig gebührend gefeiert. Das Fazit der Laudatio fiel ebenso prägnant wie zutreffend aus: «Peter Traub ist nicht nur geschäftstüchtig, er ist auch witzig, humorvoll, hilfsbereit und mit einer starken Ausstrahlung in Grenchen und einer Wirkung über die Stadtgrenzen hinaus.»