Parktheater Grenchen
Canta Gaudio erhielt Unterstützung aus Neckarsulm

Am Samstag lud die Chorformation Canta Gaudio zum Jahreskonzert. Das Publikum kam in Scharen. Mit dabei war auch ein Chor aus der Partnerstadt Neckarsulm.

Daniel Trummer
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Canta Gaudio vermochte das Publikum zu begeistern: Am Ende sang dieses selbst mit.

Canta Gaudio vermochte das Publikum zu begeistern: Am Ende sang dieses selbst mit.

Hansjörg Sahli

Mit einem Volkslied aus Peru eröffneten die rund 40 Männerstimmen den Konzertabend. «Der Kondor», wie das Lied genannt wird, wollte sich erst nur zaghaft in die Lüfte erheben, entfaltete aber seine Schwingen bald. Das australische Volkslied «Waltzing Matilda», erfreute das Publikum. Der Ohrwurm überzeugte vor allem in den Tutti-Stellen, der gepflegte Chorklang wurde mit Genuss goutiert. Beat Gilomen führte als kundiger Moderator durch den Abend. Auch «Good Morning Starshine» aus dem Musical «Hair», kam beim Publikum gut an. Seit 50 Jahren erfreut sich dieser Titel einer grossen Popularität. Beim «Heimatvogel» – der Volksschriftsteller Josef Reinhart hat den Text dazu beigetragen –entfalteten die Sänger ihre ganzen Qualitäten. Das Publikum dankte mit grossem Applaus.

Bemerkenswert, dass Canta Gaudio den seit langem befreundeten Gemischte Chor Lassallia aus der Grenchner Partnerstadt Neckarsulm eingeladen hat. Die Gäste aus Deutschland wirkten mit ihren Melodien. Besonders zwei Hits aus «König der Löwen», wussten zu gefallen. «Hakuna Matata» oder anders gesagt «es gibt keine Probleme», wurden zum Motto ihres feinen Auftritts, der von Andrej H. Klassen geleitet wurde. Seit 15 Jahren besteht Canta Gaudio und singt unter anderem auch zeitgenössische Lieder. Die meisten Werke, die am Konzert erklangen, wurden von Jürg M. Rickli eigens arrangiert. Er leitet die Formation mit viel Engagement und begleitet viele Stücke selbst am Piano. Erfrischend auch die bereichernde Mitwirkung von Samuel Kühni (Kontrabass) und José De Mena (Congas).

Einer Kleinformation aus den Sängerreihen gelang eine gelungene Auflockerung. «Scharlachrot», aus der Feder von Patent Ochsner, begeisterte und Toto Cutugnos «Soli», weckte Sehnsüchte nach dem Süden. «ô Toulouse» von Claude Nougaro, diesmal wieder vom ganzen Chor dargeboten, gelang vorzüglich. Als Solist glänzte bewegungsvoll Claude Barbey und in Jacques Préverts «les feuilles mortes» überzeugte als Klarinettensolist Philippe Schwab. Der Funke war längst aufs beglückte Publikum übergesprungen. So ist es zu erklären, dass die Konzertbesucher mit Inbrunst Danyel Gérards «Butterfly» mitsangen und zu einem grossartigen Konzertschluss beitrugen.

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