Dies teilt die Regionale Verkehrskonferenz Biel-Seeland-Berner Jura mit. Dem Konzeptentwurf 2018 liegen drei Module zugrunde.

Als erstes eine Durchmesserlinie Solothurn – Büren – Münchenbuchsee (Linien 8 und 898) mit folgenden Merkmalen:

  • Wendepunkt neu an den Bahnhöfen Solothurn (statt Amthausplatz) und Münchenbuchsee (statt Zollikofen; damit leicht kürzere Reisezeit von und nach Bern)
  • Aufhebung der Schlaufen Messen und Moosaffoltern (kürzere Fahrzeit für Durchreisende, verbesserte Anschlusssicherheit)
  • Halbstundentakt in den Hauptverkehrszeiten auch im Abschnitt Solothurn – Büren – Schnottwil
  • Optimierte Bahnanschlüsse in Büren, indem Züge Büren – Lyss um 30 Minuten geschoben werden

Als Zweites eine neue Durchmesserlinie Schnottwil – Lyss – Messen – Bätterkinden (Linien 362 / 363 und bisherige Linie 883) mit

  • Aufhebung der Schlaufe Hardern zwecks Reduktion der Fahrzeit Lyss – Schnottwil (Einsparung eines Fahrzeugs)
  • Morgens, mittags und feierabends Stundentakt Schnottwil – Lyss – Vorimholz – Messen – Bätterkinden, optimierte Bahnanschlüsse in Lyss und Bätterkinden
  • In Zwischenzeiten und wochenends Stundentakt Schnottwil – Lyss – Vorimholz (ohne Schlaufe Ammerzwil Dorf), optimierte Bahnanschlüsse in Lyss

Das dritte Modul betrifft die Linie Jegenstorf – Messen (Regionallinie 871 / Ortslinie 872) mit

  • Linie 871: Angebotsausbau werktags (in den Hauptverkehrszeiten Halbstundentakt bis Messen, Stundentakt bis 24 h) und wochenends (Schliessung der Stundentaktlücken tagsüber, Angebot bis 24 h)
  • Linie 872 (vorerst von der Gemeinde Jegenstorf bestellter Versuchsbetrieb): Werktags und samstags Schliessung der Angebotslücken tagsüber.

Überlegungen des RBS

Die ersten Ideen zur Anpassung des Buskonzeptes reichen drei Jahre zurück, als sich der RBS um die Konzession für die ausgeschriebenen Buslinien bewarb und nebst der ordentlichen Offerte eine Unternehmervariante einreichte, so die Mitteilung weiter. Nach der Übernahme der Linien Ende 2013 und den ersten betrieblichen Erfahrungen vertiefte der RBS seine Überlegungen und legte sie den zuständigen Regionen und den beiden Kantonen Bern und Solothurn vor.

Der Konzeptentwurf 2018 stelle das Ergebnis mehrerer Diskussions- und Überarbeitungsrunden dar. Er bringe «einen kleinen Quantensprung bezüglich Produktivität», wie es heisst, wobei trotz der zahlreichen Angebotsverbesserungen die Vorgabe der Kostenneutralität in Bezug auf die Abgeltungsbeiträge eingehalten werde. Den Kantonen erwachsen somit keine Mehrkosten, wohingegen die Gemeinden im Ausmass des veränderten Busangebots «etwas höhere oder tiefere jährliche ÖV-Kostenbeiträge» zu gewärtigen hätten.

Über 20 Gemeinden betroffen

Der Konzeptentwurf 2018 wurde den betroffenen Gemeinden Ende Februar in Schnottwil vorgestellt. Das Mitwirkungsverfahren dauert bis Ende April 2015. Nach Auswertung der Stellungnahmen soll das Konzept bereinigt werden und in die Regionalen Angebotskonzepte 2018-2021 einfliessen. Die Umsetzung ist per Fahrplanwechsel im Dezember 2017 vorgesehen. (rrg)