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Bürgerliche freuen sich über den Sieg von François Scheidegger

In der Wahlkampfzentrale der Bürgerlichen liess man gestern die Korken knallen. SVP-Gemeinderat Ivo von Büren sprach dabei von einem «Wechsel von der Diktatur zur Demokratie». Bei der SP dagegen trägt man die Niederlage mit Fassung.

Andreas Toggweiler
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Ivo von Büren gratuliert dem neuem Stadtpräsidenten François Scheidegger.

Ivo von Büren gratuliert dem neuem Stadtpräsidenten François Scheidegger.

Hanspeter Bärtschi

«Ich habe tief aufgeatmet», erklärt der freisinnige Wahlkampfhelfer Bernhard Schröder, nachdem er «seinem» François Scheidegger im Grenchner Hof gratuliert hat. Die intensive Überzeugungsarbeit habe sich gelohnt. SVP-Präsident Richard Aschberger fährt mit seiner Ducati und strahlt aus dem Töffkombi: «Ein schöner Sonntagsausflug.»

An der Urne hätten viele Grenchner bekräftigt, dass sie den Wechsel wollen, dies habe die hohe Stimmbeteiligung gezeigt. Schon fast euphorisch stimmt Ivo von Büren ein: «Jetzt wird sich vieles ändern: der Ton im Gemeinderat, das Arbeitsklima im Gemeindehaus – und ein Wechsel von der Diktatur zur Demokratie», trägt der SVP-Gemeinderat etwas gar dick auf.

«Integrität behalten»

«Wir sind sehr erfreut», bedient sich dagegen CVP-Präsident Marco Crivelli gemässigterer Worte. Das Geheimnis von Scheidegger sieht Crivelli darin, dass er «eine integre Persönlichkeit» ist und diese Eigenschaft auch während des ganzen Wahlkampfs bewahrt hat.

«Wir nehmen das Verdikt zur Kenntnis, wir haben verloren», sagt SP-Präsident Remo Bill. Selbstverständlich akzeptiere man das Resultat als Volkswille. Die SP werde die Hand reichen zu einer Sachpolitik im Sinne der Stadt. Diese sei während des Wahlkampfs immer wieder unter die Räder gekommen, stellt der SP-Präsident fest. Die Stadt habe aber in vielen Bereichen Lösungen nötig, dazu sei es wichtig, dass alle am selben Strick ziehen. «Der Stillstand darf nicht anhalten.»

Kommt Wirth als Vize?

Wie geht es nun weiter? Bill wird an der heutigen SP-Vorstandssitzung die Vertrauensfrage stellen, ob er als Parteipräsident noch genehm sei. Tritt Boris Banga als Gemeinderat zurück, gelte es die Nachfolge zu regeln. Als beste Nichtgewählte wäre Clivia Wullimann an der Reihe. Auch geht Remo Bill davon aus, dass die SP für die Vizepräsidentenwahl Fraktionschef Urs Wirth nominiert.

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