Burgergemeinde Lengnau
Wechsel: In 12 Jahren hat Förster Jonas Walther viel für Lengnau bewirkt

Für Förster Jonas Walther, dem «Vater des Wurzelwegs», war es die letzte Burgerversammlung in Lengnau. Nach den vielen realisierten Projekten der Burgergemeinde ist Konsolidierung angesagt.

Margrit Renfer
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Burgerpräsident Martin Wolf (links), Förster Jonas Walther und Nachfolgerin Andrea Spahr.

Burgerpräsident Martin Wolf (links), Förster Jonas Walther und Nachfolgerin Andrea Spahr.

mrl

Der Wurzelweg im Lengnauer Wald ist das Projekt, das auf Initiative von Förster Jonas Walther während seines 12-jährigen Wirkens in Lengnau entstanden ist und weit über die Region hinausstrahlt. Die Gestaltung der Endauffüllung und Anpflanzung der Grube Leisern, die Korrektur des Hiebsatzes auf den nachwachsenden Wald, die Renaturierung im Moos, der Wärmeverbund, die Mitgestaltung aller Einrichtungen und Liegenschaften der Burgergemeinde, die Öffentlichkeitsarbeit und, und, und – alles trägt die Handschrift des engagierten Försters, der nach einem Jahr mit zum Teil doppelter Anstellung ganz zur Bürgergemeinde Solothurn wechselt.

Beleuchteter Wurzelweg der Burgergemeinde.

Beleuchteter Wurzelweg der Burgergemeinde.

Zvg

Die Burgergemeinde errichtet ihm, dem Walliser, zum Dank für das geschätzte Wirken ein Bänkli beim Gedenkstein vom Rhonegletscher für die Renaturierung im Moos. Heute freut sich Jonas Walther vor allem über den Wald. Der lachte im vergangenen Sommer und kann hoffentlich die nächsten Jahre vom Regen profitieren. Während seiner Zeit sei es immer ein Kampf mit der Trockenheit gewesen. Die Nachfolge von Jonas Walther tritt mit vierzig Stellenprozenten Forstingenieurin Andrea Spahr aus Ersigen an.

Nach den Jahren mit den unzähligen Projekten ist für die Burgergemeinde mit dem Budget 2022, erstmals nach NRM2 erstellt, und dem Finanzplan vorerst Konsolidierung angesagt. Der Brunnenplatz mit den zwei umgebauten Bauernhäusern, der Neuweg und die weiteren Projekte sollen zu Ende abgerechnet werden. So sieht der Finanzplan in den nächsten Jahren mit hohen Abschreibungen einigermassen ausgeglichene Ergebnisse vor.

Erstmals Fremdkapital nötig

Für 2022 wurde nach 605‘000 Franken Abschreibungen ein Aufwandüberschuss von 472‘700 Franken im Budget genehmigt. Ungewöhnlich für die Lengnauer Burger ist die Tatsache, dass Fremdkapital aufgenommen werden musste. Der administrative Aufwand der Burgergemeinde nimmt mit der Betreuung der Projekte, der Geschäftsführung des Wärmeverbundes und durch die Verwaltung der Mietwohnungen stetig zu. Ab 2022 wird die Administration mit 20 bis 30 Stellenprozenten verstärkt. Das Forstteam übernimmt mit dem Zukauf von Arbeiten für ein Jahr den Unterhalt der Grünflächen auf dem Areal der Thermo Fisher AG.

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