Uhrenstadt (II)
Burgana-Uhren gibts längst nicht mehr

In einer Serie spüren wir anhand von Gebäuden in Grenchen und Bettlach untergegangenen Uhrenfirmen nach. Heute den Burgana-Uhren aus Bettlach.

Andreas Toggweiler
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Das einstige Burgana-Gebäude am Hofergässli in Bettlach.

Das einstige Burgana-Gebäude am Hofergässli in Bettlach.

Andreas Toggweiler

Wie der Name vermuten lässt, handelt es sich dabei um Produkte einer von-Burg-Familie. In Bettlach gab und gibt es gleich mehrere Familien dieses Namens, die in der Uhrenindustrie aktiv waren und sind. Und nicht alle sind miteinander verwandt. Am Hofergässli, vis-à-vis der Mehrzweckhalle, war die «Burgana GmbH».

Die Firma wurde 1946 gegründet und konnte bis 1997 existieren, als sie von Geschäftsführer Edgar von Burg liquidiert wurde. Sie ist ein Beispiel für Uhrenmarken mit Stiftanker- bzw. Roskopfuhren, wie sie zu Dutzenden existiert haben. Ab und zu findet man auch noch Uhren mit diesem Namen. Die Sammler aus aller Welt rätseln im Internet über die Herkunft der Uhr, attestieren den Burgana Uhren aber gute Qualität.

Das Gebäude, das die Firma beherbergte, sieht auf den ersten Blick wie ein grosses Wohnhaus aus. Nur die grösseren Fenster im Hochparterre deuten darauf hin, dass dort einmal ein Uhrenatelier untergebracht war. Danach dienten die Räume als zahntechnisches Labor. Heute führt gleich im Nebengebäude Rolf von Burg, Sohn von Edgar von Burg, die Schmuckuhrenfirma Saro-Gem Watch.

In der Serie «Uhrenstadt Grenchen» erinnerten wir in der Ausgabe vom 23. Juli bereits an die Firma Baumgartner Frères, einst die grösste Herstellerin von Roskopf-Uhrwerken der Welt.