Büren a.A.
Nach vier Jahren ist für Bürens Gemeindepräsident Schluss

Bürens Gemeindepräsident Rolf Wälti tritt bei den nächsten Wahlen im November nicht mehr an. Er blickt auf Gelungenes und Versäumnisse seiner vierjährigen Amtszeit zurück.

Oliver Menge
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Gemeindepräsident Rolf Wälti.

Gemeindepräsident Rolf Wälti.

zvg

Als Yves Marti, Gemeindeschreiber der Einwohnergemeinde Büren a.A. den Medien die Wahlvorschläge für die Urnenwahlen vom 14. November zukommen liess, der Proporzwahl, in der Gemeinderat, Bau- und Planungskommission und Sicherheitskommission gewählt werden, fiel auf, dass ein prominenter Name fehlt: Rolf Wälti von der FDP, der acht Jahre im Gemeinderat sass, vier davon als Gemeindepräsident, tritt nicht mehr an. Alle anderen bisherigen Gemeinderätinnen und Gemeinderäte wollens noch einmal wissen.

Was also ist der Grund, dass dieses «Polittier», der zuvor schon Gemeindepräsident von Rüti war, den Bettel jetzt plötzlich hinschmeisst? Und erst noch als Einziger?

Diese Zeitung wollte es von ihm selber wissen und erwischte ihn in den Ferien. Neinnein, er gehe nicht im Zwist, betont er. Ganz im Gegenteil. Es habe sich eine berufliche Möglichkeit ergeben, die er packen müsse, sagt Wälti, will aber keine Details preisgeben. Nur so viel: Er verlasse in absehbarer Zeit das Stedtli. Und eben auch den Kanton, weshalb ein Weiterführen des Amtes auch während einer Übergangszeit nicht möglich wäre.

Mehrheitlich Positives im Rückblick

Auf die Frage, was ihm denn in seiner Zeit als Gemeindepräsident besonders gut gelungen sei, antwortet Wälti, das sei ja nicht er alleine, sondern der Gesamtgemeinderat.

«Sicher positiv hervorzuheben ist, dass wir das Kocher Büetiger Haus jetzt endlich vorwärts gebracht haben.»

Der neu zusammengesetzte Rat werde den Startschuss in der Ratssitzung nächsten März beschliessen und verkünden, Baubeginn sei geplant im Mai.

Positiv sei auch, dass Ruhe im Gemeinderat und in der Verwaltung eingekehrt sei: Der beste Beweis dafür sei, dass sich alle Bisherigen – ausser ihm selber natürlich – für eine weitere Legislatur zur Verfügung stellten. Ein weiteres Plus sieht Wälti in der Ortsplanungsrevision, die zügig vor etwa einem halben Jahr fertiggestellt werden konnte.

Absolute No goes hat es laut Wälti keine gegeben. «Die Coronakrise hat alle getroffen, wir haben alle gelitten und es hat alles etwas schwieriger gemacht», sagt der abtretende Gemeindepräsident. Und doch habe er den Eindruck, Büren sei bis jetzt recht gut durchgekommen. Wälti erinnert sich schmunzelnd an

«Badi zue, Badi uuf, je nachdem, was man aus Bern hörte.»

Was er hingegen eigentlich gerne noch in seiner Amtszeit erledigt hätte, sei die Umstrukturierung der Verwaltung: «Ich hätte gerne die Bauverwaltung näher zur Gemeindeverwaltung gerückt, denn nun ist diese doch sehr wichtige Abteilung etwas ab vom Schuss im Obergeschoss an der Kreuzgasse.» Aber daran ändere sich nichts, vorerst. Erst wenn nach der Sanierung der Mehrzweckhalle ein neuer Versammlungsort vorhanden sei, könne man unter Umständen darüber nachdenken, den oberen Stock im Rathaus anders aufzuteilen. Wälti begrüsst den geplanten Umbau der Gemeindeverwaltung im Rathaus:

«Es kann ja nicht sein, dass wir als Zentrumsgemeinde ein kleineres Empfangsguichet haben als unsere Nachbargemeinden.»

Der Empfang werde offener, freundlicher, das stehe Büren gut an.

Was für Rolf Wälti aber noch immer nicht gelöst sei, ist das Parkplatzproblem im Stedtli. «Man kann Büren nicht einfach umfahren, wie beispielsweise Aarberg. Und wenn wir ein Fest auf der Holzbrücke feiern, mit Späckzüpfe und Crèmeschnitten, gibt es sicherlich Reklamationen, weil die Brücke gesperrt ist.»

Urnenwahlen 2021
Gewählt wird in Büren a.A. am 14. November 2021.

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