Brunnenplatz Lengnau
Brunnenplatz beim Ärztezentrum eingeweiht: Ein weiterer Meilenstein im Zentrum von Lengnau ist erreicht

400 Lengnauerinnen und Lengnauer weihten den Brunnenplatz ein und besichtigten das Ärztezentrum.

Margrit Renfer
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Gemeindepräsidentin Sandra Huber, Burgerpräsident Martin Wolf, Regina Deletaris, Manuel Fricker, Valérie Duchoud am Bunnenplatz.

Gemeindepräsidentin Sandra Huber, Burgerpräsident Martin Wolf, Regina Deletaris, Manuel Fricker, Valérie Duchoud am Bunnenplatz.

Margrit Renfer

Für gute und offene Begegnungen, Bewegung, Spiel, Musik, Kunst und für «Plaudereien» wurde der Brunnenplatz eingeweiht. «Alles hat seine Zeit und alles braucht seine Zeit» sagte Burgerpräsident Martin Wolf beim Spatenstich für das Ärztezentrum am 25. Januar 2019. 2015 wurde das erste alte Bauernhaus, 2016 das Zweite gekauft. Einsprachen verhinderten schnelles Vorwärtskommen. Im August 2020 konnte die Arztpraxis eröffnet, im Herbst die neuen Wohnungen in den ehemaligen Bauernhäusern bezogen und jetzt der Brunnenplatz eingeweiht werden.

«Oft mussten an unzähligen Sitzungen die Köpfe zusammengesteckt und am gleichen Strick in die gleiche Richtung gezogen werden», sagte Gemeindepräsidentin Sandra Huber. Gute Kommunikation und Zusammenarbeit war seit Beginn des Projektes zwischen der Burger- und Einwohnergemeinde, den ehemaligen Besitzern der alten Bauernhäuser und der Ärzte nötig. Dies habe die Verbindung der Behörden gestärkt und gehe symbolisch mit den eingeweihten Kunstwerken von Dimitri Deletaris weiter.

Künstler im Juni verstorben

Dimitri Deletaris wurde im Januar 1945 in Athen geboren. Nach dem Abschluss der Ausbildung als Goldschmied hat er ein Studium der angewandten und freien Kunst gemacht und war seither als freischaffender Künstler tätig. Wertvoller Unikatschmuck, Bilder und Skultpturen sind entstanden. «Plauderei« nannte der leider im Juni 2021 Verstorbene, seit langem in Lengnau ansässige Kunstschaffende seine farbig einbrennlakierten Figuren.

Spontane, zufällige, lockere Gespräche sollen auf dem Platz entstehen. Zum Beginn ernsthafterer Unterredungen würde oft strategisch eine «Plauderphase» eingelegt. Während eine Skulptur bei den Bänken vor der Bau- und Werkabteilung platziert ist, steht die andere beim Ärztezentrum. Die Verbindung der «Plauderei» funktioniert auch über die Distanz.

Hoffen, dass hier geplaudert wird

«Eine Plauderei rückt die Menschen zusammen. Ob spontan oder geplant, sie ist unkompliziert, kommt von Herzen und kann zu einem tiefgründigen Gespräch führen», sagt Sandra Huber. Sie konnte die beiden Sklupturen von der Ehefrau von Dimitri Deletaris, Regina Deletaris, entgegennehmen. Die eine als Geschenk des Verstorbenen, die andere von einer unbekannt bleiben wollenden Kunstliebhaberin.

«Im Namen meines Mannes hoffe ich, dass auf dem Brunnenplatz viel geplaudert wird und dass gute Gespräche entstehen», wünscht sich Regina Deletaris. Sicher sind zur Einweihung viele Plaudereien enstanden. Die Ärzte Manuel Fricker und Valérie Duchoud liessen ganz ohne Termin ins Ärztezentrum eintreten, die Gemeinden spendeten eine Wurst, die Musikgesellschaft spielte, Tisch um Tisch wurde zusätzlich hingestellt, der VBC sorgte für die Festwirtschaft und nach der Einweihung am Donnerstagabend ergab sich am Freitag trotz kühlen Abendtemperaturen das Dorffest mit dem OK-Dorffest und dem TVL.

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