Grenchen
Brüderlichkeit, die Differenzen überwindet

Marcel Bauer, Maire der Grenchner Partnerstadt Sélestat in Frankreich, hielt in Grenchen die Ansprache zur Bundesfeier.

Andreas Toggweiler
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1. August 2019 Grenchen: Redner Marcel Bauer, Bürgermeister Sélestat, links, mit Stadtpräsident François Scheidegger
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Bundesfeier 2019 in Grenchen
«Vive la France et vive la Suisse!» – Festredner Marcel Bauer betont die Brüderlichkeit
François Scheidegger erklärt für die internationalen Gäste die Bräuche am 1. August
Willi Dysli stellt eine Gruppe von Luftkadetten vor, welche im Rahmen eines internationalen Fliegeraustausches in Grenchen sind
1. August 2019 Grenchen
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Stadtschreiberin Luzia Meister moderierte
Pfadfinder aus der Partnerstadt Neckarsulm zu Gast im Pfadiheim der Pfadi Johanniter
Käthi Studer und Hildegard Leder am Alphorn
1. August 2019 Grenchen
Stilgerecht an die Bundesfeier
1. August 2019 Grenchen
Emiliy Chow aus Hong Kong schwärmte vom Segelfliegen Im Engadin
Behördentisch

1. August 2019 Grenchen: Redner Marcel Bauer, Bürgermeister Sélestat, links, mit Stadtpräsident François Scheidegger

Hansjörg Sahli

Allmählich kehren die Grenchner aus den Sommerferien zurück und um sich wieder ans städtische Leben zu gewöhnen eignet sich die Bundesfeier jeweils gut. Diese fand am Donnerstag Abend im traditionellen Rahmen im Stadtpark und auf der Parktheater-Terrasse statt. Auf Festbänken zu Alphornklängen eines Frauenduos oder zum Schunkel-Sound von Kurt Seematter ein kühles Granicum-Bier geniessen und auf die Heimat anstossen gefiel dabei mehr als nur einer Handvoll Leuten.

International gefärbte Feier

Zu den Glockenklängen der Grenchner Kirchen im Hintergrund erklärte Stadtpräsident François Scheidegger für die zahlreichen Internationalen Gäste die Gepflogenheiten und Bräuche der Schweizer Bundesfeier. Er konnte nämlich Pfadfinder aus Neckarsulm, Flugkadetten aus halb Europa und Hong Kong und natürlich den Festredner Marcel Bauer, Stadtpräsident von Grenchens Partnerstadt Sélestat in Frankreich (Elsass) begrüssen.

Bauer, der grösstenteils französisch (aber auch elsässisch und deutsch) sprach, bezeichnete es als eine besondere Ehre, am Schweizer Nationalfeiertag sprechen zu dürfen. Der gemeinsame Auftritt mit den Grenchner Behörden sei ein sichtbares Zeichen der starken Freundschaft, welche die beiden Städte schon seit über dreissig Jahren verbindet.

Fraternité

Wie der 14. Juli in Frankreich sei der 1. August der Zeitpunkt, um über den Zusammenhalt des Landes nachzudenken. Am Quatorze Juillet habe er seine «concitoyens» daran erinnert, dass mehr denn je die «Tugend des sich engagierens» gefragt sei, die Wahrnehmung des Nächsten und die Brüderlichkeit (eine der drei französischen «Nationaltugenden»). «Brüderlichkeit ist die Seele sowohl von Frankreich als auch der Schweiz», sagte Bauer. Es handle sich dabei um eine verletzliche und anspruchsvolle Tugend - «eine Tugend, welche im Nächsten trotz Differenzen und Eigenheiten immer wieder den Bruder sieht.»

Einen weiteren internationalen Akzent setzten zehn junge Luftkadetten, die über ihre Erlebnisse im Rahmen eines von Willi und Susanne Dysli organisierten Jungflieger-Austausches berichteten. Danach folgte wie immer der Lampionumzug, der Schweizerpsalm und zum Schluss das städtische Feuerwerk, das im Park aufgebaut worden war.