Es war um 23.30 Uhr nachts, als die Bewohner einer Villa am Römerbrunnenweg durch mehrere laute Knalle geweckt wurden. Es waren die Fensterscheiben vor der Küche und dem Wohnzimmer im Süddteil, die von der Hitze zerbarsten. Die Feuerwehr der Stadt Grenchen wurde alarmiert und rückte mit fünf Einsatzfahrzeugen und rund 30 Feuerwehrleuten aus, wie Kommandant Thomas Maritz auf Anfrage mitteilt. Vor Ort fanden sie den Südteil der Villa, ein einstöckiger Anbau mit einem Holzdachstuhl,  bereits im Vollbrand. Das Feuer habe auch schon auf die inneren Bereiche übergegriffen, so Maritz, habe aber rasch gelöscht werden können. Auch habe man ein Übergreifen des Feuers auf den Rest der Villa verhindern können. 

Wie die Bewohner der Villa gegenüber dieser Zeitung berichteten, hatte man am Samstagabend anlässlich eines Geburtstagsfest in einer Feuerschale Kohle verbrannt. Weil man am Sonntag erneut grillieren wollte, hatte ein Bewohner die Überreste der Kohle vom Vortag in einen Kehrichtsack entsorgt. Nur waren da offenbar noch glimmende Kohlestücke drin, die Stunden später den Sack in Brand setzten. 

Die Bewohner, die zum Glück durch die Knalle rechtzeitig geweckt wurden, konnten die Feuerwehr alarmieren und sich selber in Sicherheit bringen. Glücklicherweise gab es keine Verletzten.

Die Brandermittlung sei laut Kommandant Maritz noch daran, die genaue Brandursache zu ermitteln, die Gebäudeversicherung will sich ebenfalls einen Überblick verschaffen.