Laut Bruno Gribi vom Mediendienst der Kantonspolizei Solothurn ist es noch zu früh, um Angaben zur Brandursache machen zu können. Die Brandermittler seien immer noch daran, die genauen Umstände zu eruieren.

Da sich in dem ausgebrannten Teil des ETA-Werks immer noch Chemikalien befinden, die unter Umständen gefährlich werden könnten, gehen die Fachleute bei ihren Untersuchungen nur mit äusserster Vorsicht zu Werke. Die Ermittlungen können sich laut Gribi Tage oder sogar Wochen hinziehen.

Fünf bis zehn Millionen Franken

Swatch-Chef Nick Hayek spricht von einem Sachschaden in der Höhe von 5 bis 10 Millionen Franken. Dies sagte er am Montag gegenüber dem Regionaljournal Aargau/Solothurn von Radio SRF.

Bis die moderne Anlage wieder aufgebaut sei, dauere es sieben bis acht Monate.

Lieferverzögerungen möglich

In der Galvanik-Abteilung waren ungefähr 20 Mitarbeiter beschäftigt, wie es bei der ETA auf Anfrage heisst. Diese werden jetzt eventuell an einem anderen Standort eingesetzt. Galvanik-Abteilungen hat die ETA beispielsweise in der neuen Zifferblattfabrik in Grenchen oder in Boncourt (JU).

Lieferverzögerungen könnten sich aufgrund der Standortverschiebung vor allem für Drittkunden (andere Uhrenhersteller) ergeben - weniger für Kunden der ETA. Die Verspätungen werden vor allem bei Komponenten für Standardwerke anfallen. Ob die Verzögerungen «nur» ein paar Wochen oder gar Monate dauern, lasse sich zur Zeit nicht sagen.

Der Brand war am Sonntagmorgen in der Galvanikabteilung des grössten Schweizer Herstellers von Uhrwerken ausgebrochen. Rund 80 Einsatzkräfte von Chemie- und Feuerwehr sowie die betriebseigenen Brandbekämpfer brachten den Brand unter Kontrolle. (om/sbi/sda)