Es war ein munteres Kommen und Gehen, am Samstag im Velodrome Suisse. Die Stimmung war herzlich und optimistisch, und mitten drin strahlte Boris Banga, begrüsste alle Besucher seines Wahlfestes persönlich mit einem herzhaften Händedruck, und er war sich auch nicht zu schade, für den einen oder anderen SP-Wähler draussen eine Bratwurst vom Grill zu holen.

Für musikalische Unterhaltung sorgte Kurt Gilomen mit seiner Band Lightfood, während die sportlichen der Banga-Wähler mit einem Rennrad ein paar Runden im Velodrome drehen konnten. Daniel Wisard, alias DJ Horse, füllte die Pausen mit Musik, die für gute Laune sorgt.

Ein Rap für den Stadtpräsidenten

Gut 100 Leute waren es zu Spitzenzeiten und auf rund 200 insgesamt schätzte Grenchens SP-Präsident Remo Bill die Besucherzahl. «Heute geht es nicht darum, überraschende politische Aussagen zu machen, sondern jetzt wollen wir zusammenstehen und unsere Wähler dazu anregen, dass sie die Verwandtschaft, Freunde und Nachbarn motivieren, auch zur Wahl zu gehen», sagte Bill.

Nicht unter den Besuchern des Wahlfestes war Nick Hayek - dafür tauchte Stardesigner Michel Jordi auf, der als Erfinder des Ethno-Looks mit Edelweiss und Kuhglocken auf Accessoirs und Uhren gilt. «Für normale Politiker wird im besten Fall eine langweilige Marschmusik komponiert, für mich hat Sonix einen Rap gemacht», freute sich Boris Banga über den als Highlight angekündigten Act.

«Ich bin in Grenchen aufgewachsen und sehe, was Boris Banga alles geleistet hat», sagte Sven Zumbrunnen, alias Sonix, «jetzt wohne ich in Bettlach und kann ihn nicht mehr wählen. Deshalb will ich ihm meine Stimme mit diesem Rap geben.» «So viu Tate vouändet, mir si stouz uf di» und «mir chei mitem anger nüt avo, mir wei di» lauteten die Zeilen, und beim Refrain «hei Boris, du bisch und blibsch üse Stapi» konnte das Publikum «Boris, Boris» und «Banga Banga» mitsingen.

Sozusagen als Zugabe fügte Sonix noch als letzte Strophe den neusten Hit von Steff la Cheffe an und widmete diese Bangas Opponenten François Scheidegger. Der Refrain: «Ha ke Ahnig, ha ke Ahnig, chume, chume nid druus...»