Fasnachtsende
Böög: «Zuechegrütscht» und abgefackelt

Der Grenchner Böög ging gestern in Flammen auf. Und Obernarr Thomas Meister übergab die Stadtregierung wieder an den Stadtpräsidenten Boris Banga.

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Adieu Böög – adieu Fasnacht. om

Adieu Böög – adieu Fasnacht. om

Solothurner Zeitung

«Fridlich isch me zueche grütscht, hett niemerem dr Gring verchnütscht, au wenn me öppe vüu hett gsoffe, isch alles fridlich gäng verloffe», blickte der glückliche Obernarr Thomas Meister gestern auf die Grenchner Fasnacht 2011 zurück. Super Wetter, super Stimmung – «Tanze, singe, Witze machen, Gugge lose, öppe lache. Und das Ganze isch scho dure... sit dr au so uf dr Schnurre?»

Die Grenchner Fasnacht war heuer besonders vielfältig, kreativ und gelungen. Thomas Meister übergab die Stadtregierung nur ungern wieder an Stapi Boris Banga. Passend frech erhob er auch den Zeigefinger und meinte: «Denn wär regiert, i muess scho säge, cha au ir Stadt de d’Stimmig präge. Drum Boris, säg i dir, i finge – das sött doch au im Gmeindrot glinge. Me chönnt dr Rank scho no verwütsche, müesst eifach nöcher zueche rütsche.» Mit seinen Worten erntete der Obernarr nicht nur Lacher, sondern auch das eine oder andere Kopfnicken. Dann hängte er dem Stapi die Plakette um und versprach, in elf Monaten wieder voll durchzustarten.

Boris Banga meinte zur Fasnacht und Meisters Worten: «Genauso düe mer wiiterfahre, mir Gränchner rütsche no meh zueche – i hoff, das klappt, mir düe’s versueche. Das chaute Klima isch verbi. Mir wei jetz ganz schön fridlich si. Nur dene vo dr SVP, duen i de scho no öppe weh. Doch süsch herrscht Fride do uf Ärde – vo dene wird eh keine Stapi wärde.»

Witzig-frech und zuversichtlich gaben der Obernarr und der Stapi dann das Kommando zum Böög-Anzünden. «Drum Böögier, rütsch mit dr Flamme zueche. Zünt d’Lunte a und due versueche; so wie mers do nid angersch könne, dä Böög wie gäng lo abebrönne.» (fup/om)