Zum Konzept des Velodromes gehörte von Anfang an auch die Realisierung einer BMX-Piste. Unter anderem sind auch die Subventionen des Bundes an die Umsetzung dieses Projektes gebunden. Die Suche nach einem möglichen Standort war intensiv, blieb jedoch lange ohne Erfolg. So wurden auch Gelände in Arch und in Lengnau evaluiert, scheiterten jedoch an der Zonenkonformität oder an den Landbesitzern.

Land gehört der Stadt

Laut Velodrome-Verwaltungsratspräsident Beat Zbinden soll die BMX-Piste nun auf dem Landstück unmittelbar westlich von der Tennishalle errichtet werden. Das Land gehört der Stadt und befindet sich bereits in der Sportzone.

«Für das Velodrome wäre dieser Standort ideal, befindet er sich doch in naher Nachbarschaft und kann von den Parkplätzen des Velodromes her gut erreicht werden», sagt Beat Zbinden. Man befinde sich nun in der Eingabephase und hoffe, dass die zuständigen Instanzen das Projekt positiv beurteilen.

Dies bestätigt Jürg Vifian, stellvertretender Stadtbaumeister, auf Anfrage. Er beabsichtige die Vorlage am 30. Juni in die Bau- und Planungskommission zu bringen. Das letzte Wort werde voraussichtlich der Gemeinderat haben.

Auch in Grenchen selber wurden laut Vifian verschiedene Standorte diskutiert, so beispielsweise südlich der Schrebergärten oder vis-à-vis der Zeit-Zentrum-Parkplätze. «Entscheidend für die Standortwahl war einerseits, dass dieser ins Sportstättenkonzept der Stadt passt, anderseits sollten auch den Fussballclubs die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln nicht verbaut werden.» Dies sei mit dem aktuellen Projekt möglich. Das Velodrome hat bereits detaillierte Pläne eingereicht. Realisiert wird laut Zbinden eine Piste mit zwei Startrampen und zwei bis drei Steilwandkurven, welche die einzigen Betonkonstruktionen auf dem Gelände seien. Die Geländehügel werden mit Erde aufgeschüttet. Laut Zbinden wird auch ein sogenannter Pump Track realisiert. «Dies ist eine Piste mit kleineren Erhebungen. Dieser Teil wird auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein.» Nicht jedoch die beiden Startrampen. Dies sei zu gefährlich, da dort von BMX-Cracks Geschwindigkeiten bis zu 60 km/h realisiert werden können.

Die BMX-Piste wird hauptsächlich von Swiss Cycling für das Training benutzt. Wettbewerbe und Meisterschaften würden darauf keine durchgeführt, betont Zbinden weiter. Die Kosten für die BMX-Piste betragen laut Zbinden 350 000 Franken. Sie werden vom Velodrome und vom Bund finanziert.